Mehrere Bundesländer und die Bundesregierung wollen bereits seit einiger Zeit Open-Source-Lösungen bevorzugen. Die CIOs vom Bund und neun Ländern haben jetzt erklärt, sich dabei stärker abzustimmen.
Ziel ist ein sogenannter souveräner Arbeitsplatz, der ohne proprietäre Software auskommt und bei dem die öffentliche Verwaltung nicht mehr nur von einem Anbieter abhängig ist. Vor allem Open-Source-Software soll dabei die wichtigen und grundlegenden Anwendungen ersetzen. Dazu gehören laut der entsprechenden Ankündigung unter anderem Office-Anwendungen, Videokonferenzsysteme und Software zur Kollaboration. Da in der öffentlichen Verwaltung derzeit noch hauptsächlich Microsoft-Produkte zum Einsatz kommen, geht es de facto um einen Ersatz für Microsoft Office, Exchange und Teams.
Neun Bundesländer sowie der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik wollen die dazu notwendigen Maßnahmen ab sofort gemeinsam koordiniert angehen. Mit an Bord sind dabei Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Alle gefundenen Lösungen soll die sogenannte Deutsche Verwaltungscloud bereitstellen. Dabei handelt es sich um eine Sammelstelle für quelloffene Software, aus der sich die einzelnen Verwaltungen bedienen können.






Nachdem man sich jahrzehntelang total von proprietärer Software abhängig gemacht und entsprechende Warnungen von unabhängigen Experten ignoriert hat, wird es jetzt besonders schwer werden.
Exchange, Office und Teams sind nur ein winziger Teil der benötigten Software aus dem Hause Microsoft. Es gibt Bundesweit hunderte Anwendungen die auf IIS und MS-SQL setzen. Jede Kommune und jedes Land hat sein eigenes Software Portfolio und Sonderlocken.