Buffer-Overflow beim DHCP-Server von ISC

Der DHCP-Server von ISC prüft bis zur Version 2.0pl5 nicht alle Parameter bei eingehenden Paketen (CVE-2007-5365) korrekt. Der Server kommt unter anderem bei Debian und Ubuntu zum Einsatz.

Dass ein erfolgreicher Angriff über die Lücke nur lokal möglich ist, schwächt die Problematik ab. Schickt der Angreifer ein manipuliertes Paket an den Server und gibt für die Größe der DHCP-Nachricht einen kleineren Wert an, als das kleinste IP-Paket groß ist, löst er den möglichen Buffer-Overflow aus. Im Server wird dann ein temporärer Wert negativ und als großer Buffer interpretiert, für den es allerdings nicht genügend Speicher gibt.

Im Normalfall führt dies zum Absturz des Servers, und die Clients im gleichen Segment bekommen nicht mehr automatisch neue IP-Adressen zugeteilt. Es handelt sich aus diesem Blickwinkel betrachtet also eher um eine Denial-of-Service-Schwachstelle. Zumindest haben Sicherheitsexperten noch keinen Weg gefunden, den Stack, der bei dem Problem durcheinander gerät, so zu manipulieren, dass von außen zugeführter Code ausgeführt wird. Da dies dennoch zumindest theoretisch denkbar ist, raten die Distributoren zum Update des Paketes.

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