Aus dem hessischen Bensheim kommt die Linux-Buchhaltung namens Lin-Ha-Bu, nun aktuell in der Version 10.2.
Entwickelt wird die Software vom Ehepaar Richter als professionelles Projekt seit 1996. Ursprünglich gab es eine Version für Mac, mit der Neuentwicklung auf Basis von Real Basic kam 2003 eine Windows-Version hinzu und 2006 folgte die Portierung auf Linux. Mit ihrer Buchhaltungssoftware zielt die McRichter GbR auf kleine Unternehmen, Freiberufler, Vereine und Privathaushalte. In drei verschiedenen Varianten bietet die Software doppelte Buchführung sowie Kassenbuchführung mit Exportmöglichkeiten beispielsweise zu Datev oder zur elektronischen Steuererklärung Elster.
Neben kleineren Verbesserungen und Erweiterungen in Version 10.2 wie mehrzeilige Selektion ist das Dateiformat DTAUS neu dabei, ebenso hinzugekommen ist das Datev-Format KNE. Laut Manfred Richter konnten Daten im Datev-Format OBE auch bislang schon gelesen und geschrieben werden. Neu dabei für Linux-Nutzer ist ein Assistent, der durch die Bildschirmeinstellungen führt sowie eine Funktion, mit der die Daten für die Umsatzsteuervoranmeldung an Winston übergeben werden können. Winston ist eine Freeware zum verschlüsselten Versenden der Daten an das Finanzamt, wobei die Bezeichnung abgekürzt für “Windows Steuerdaten Online” steht. Trotz des Namens gibt es die Schnittstelle zu Elster auch in einer Linux-Version.
Lin-Ha-Bu 10.2 gibt es in den drei Varianten Bronze-Silber-Gold mit unterschiedlichem Funktionsumfang; in der Gold-Version ist beispielsweise auch Offene-Posten-Buchhaltung und Fakturierung enthalten. Hier werben die Entwickler für die Version 10.2 mit der neuen Funktion “Serienrechnung”, womit sie die Möglichkeit bezeichnen, Rechnungen mit gleichen oder ähnlichen Leistungen automatisch zu erstellen.
Die Software kann vor dem Kauf 60 Tage kostenlos getestet werden, bevor eine Lizenzgebühr und Registrierung verlangt wird. Danach werden für die Bronze-Version 40 Euro fällig, Silber kostet 70 Euro und für Gold werden 100 Euro veranschlagt.



