Das dezentrale Ökosystem wächst. Die Macher des dezentralen Browsers Blockstack haben nun den universellen Dapp Store angekündigt, der benutzbare dezentralisierte Apps versammeln soll, die sich plattformübergreifend einsetzen lassen.
Wie die Macher in ihrem Blog schreiben, gebe es heute für viele bekannte Apps auch dezentralisierte Gegenstücke, so genannte Dapps. Diese werben mit einer besseren Sicherheit, Privatsphäre und Schutz vor Zensur. Als Beispiele nennen sie Stealthy für Whatsapp, Dtube für Youtube oder Graphite für Google Docs. Anders als bei zentralisierten Angeboten liegen die Daten hier beim User und sind meist verschlüsselt, zugleich verteilt und damit schwer löschbar.
Um diese Dapps einfacher zu finden, bietet Blockstack neuerdings einen Dapp Store an, der benutzbare Dapps in dem noch recht experimentellen Bereich versammelt und zwar solche, die auf Blockstack, Ethereum, EOS, IPFS und Steem als Plattformen laufen. Aktuell beherbergt der Store 150 Dapps, die Macher erwarten einen weiteren Zulauf in der kommenden Zeit. Über den Button “Add your Dapp” lassen sich eigene Dapps ergänzen.
Kriterien für Dapps
Anfangs will die Blockstack Public Benefit Corporation den Store bestücken und pflegen, im Laufe der Zeit sollen User Ratings dazu kommen. Dapps, die Blockstack in den Store aufnimmt, klopfe der Anbieter nach verschiedenen Kriterien wie Sicherheit, Offenheit und Privatsphäre ab. So soll Anwendern die Netzwerk-Identität gehören und sie sollen diese zurückziehen dürfen. Den Schlüssel zur Datenverschlüsselung sollen die Nutzer selbst besitzen, Kundendaten sollen die Dapps im dezentralen Netzwerk lagern, deren APIs sich rekonfigurieren lassen.
Auch Offenheit ist ein Kriterium: Der Quellcode soll verfügbar sein, die Dapp muss sich forken lassen. Blockstack fragt danach, ob die Dapp auf dem Client oder auf einem Server läuft. Sie muss sich zudem auf eigenen Servern hosten lassen und soll das Sammeln von Daten klar begrenzen oder zumindest klar kommunizieren.
Zu finden ist der Dapp Store auf https://app.co. Viele der Dapps stammen aktuell aus dem Umfeld der Kryptowährungen, andere sind bekannte Open-Source-Dapps etwa Mastodon und Diaspora. Insgesamt decken die Dapps laut den Machern der Software verschiedene Bereiche ab, darunter Spiele, soziale Netzwerke, Produktivität und finanzielle Dienstleistungen. Freelancer sollen hier Jobs gegen Tokens anbieten, Journalisten unzensierte Nachrichten veröffentlichen können. Ziel sei es, die dezentrale Community an einem Ort zu versammeln.






