BKA veröffentlicht Bundeslagebild Cybercrime 2020

Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) hat das Bundeslagebild Cybercrime 2020 veröffentlicht. Dort heißt es, das 2020 die Bedrohungen durch Cyberangriffe in Deutschland weiter zugenommen hätten. Die Corona-Pandemie und die dadurch beschleunigte Digitalisierung habe weitere Gelegenheiten für Cyberkriminelle eröffnet, teilt das BKA mit.

Mit dem Bundeslagebild Cybercrime informiert das Bundeskriminalamt über die wichtigsten polizeilichen Erkenntnisse und Entwicklungen im Bereich der Cybercrime. Besonders häufig seien 2020 Ransomware- und DDoS-Angriffe sowie der Diebstahl digitaler Identitäten registriert worden, heißt es vom BKA. Neue Trends der Cybercrime seien gegen Wirtschaftsunternehmen gerichtet und stellten für diese zunehmend eine existenzielle Bedrohung dar, so das BKA im Bundeslagebild.

Die Anzahl erfasster Cyberstraftaten sei in den letzten Jahren stetig angestiegen; so auch 2020 um 7,92 Prozent. 2020 seien 108.474 taten erfasst worden, 2019 noch 100.514. Die Aufklärungsquote liege mit 32,6 Prozent weiterhin auf niedrigem Niveau.

Wichtige Aspekte der Cyberkriminalität. Quelle: BKA

In der Corona-Pandemie seien vermehrt Angriffe auf Unternehmen und öffentliche Einrichtungen festzustellen, die für die Bekämpfung der Corona-Pandemie relevant seien, teilt das BKA mit. Im Fokus der Täter stehe insbesondere auch die gesamte Impfstoff-Lieferkette, da ein Ausfall nur eines Unternehmens hier erhebliche Auswirkungen hätte.

Das Bundeslagebild Cybercrime 2020 ist beim BKA als PDF zum Download.

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