Das Erziehungsministerium des australischen Bundesstaates New South Wales hat sich laut Medienberichten entschieden, seine 41.000 Rechner mit Open Office auszustatten.
Als Alternative stand bei der Ausstattung mit Bürosoftware zur Debatte, mit Microsoft einen Drei-Jahres-Vertrag abzuschließen, zitiert die Computerworld Stephen Wilson, den Technologie-Chef des Ministeriums.. Herausgekommen sei nun eine Verlänngerung um ein Jahr. Auch ein Upgrade der Rechner auf Windows Vista lehnt das Erziehungsministerium ab, allerdings nicht zugunsten von Linux. Das Ministerium spielt stattdessen ab sofort Windows XP auf alle neuen, bereits mit Vista ausgelieferten Rechner. Kurzfristig entstünden dabei laut Wilson zwar Mehrkosten, langfristig zahle sich dieser Schritt jedoch aus.
Die Entscheidung für Open Office richte sich nicht gegen Microsoft, vielmehr habe er einen generellen Trend zur vermehrten Nutzung von Online- und Multimedia-Anwendungen festgestellt, sagte Wilsson: “Viele dieser Dinge werden online über die vernetzten Klassenräume bereitgestellt und weniger durch GBytes Software auf der Festplatte.”
Zur Zeit beobachte er – auch aufgrund des Erfolges des mit Linux betriebenen Eee-PC in Australien – eine deutliche Verbilligung der Technologie. Im Wahlkampf hatte die derzeitige australische Regierung versprochen, in den nächsten Jahren sämtliche Schüler mit Laptops auszustatten. Allerdings warnt die Opposition vor den Kosten, die durch Bereitstellung der Infrastruktur und Weiterbildung entstehen.




