KDE-Entwickler Sebastian Kügler liefert erste Bewegtbilder vom kommenden Plasma 2, während sein Kollege Daniel Nicoletti die Startgeschwindigkeit von KDE auf nur noch drei Sekunden drücken konnte.
Wie Sebastian Kügler in einem Google+-Beitrag erläutert, wird Plasma 2 auf dem KDE Framework 5 aufsetzen und die Elemente der Benutzeroberfläche in einem OpenGL-Scenegraph verwalten. Die eigentliche Berechnung der Darstellung beziehungsweise die Zusammenstellung der Benutzeroberfläche erfolgt dabei vollständig auf der Grafikkarte. Insbesondere die Desktop-Effekte sollen damit flüssiger laufen und auf mobilen Rechnern weniger Energie fressen.
Laut Sebastian Kügler hätten die Entwickler die letzten Wochen damit verbracht, eine lauffähige Version der Plasma-2-Shell zu erstellen. Darüber hinaus habe man damit begonnen, die QML-Imports der Plasma-Komponenten sowie weitere Add-Ons zu portieren. Letztere ermöglichen etwa die Drag-and-Drop-Unterstützung oder das Laden von Icons.
In einem Video zeigt Sebastian Kügler ein Plasma-Widget, das unterschiedliche Grafikeffekte präsentiert – darunter etwa das bekannte verwackelte Fenster. Der Desktop-Hintergrund zeigt gleichzeitig zahlreiche, von oben herabfallende Blätter. Umgesetzt ist diese Animation mit QML und Javascript, was sich wiederum als Wallpaper-Plugin laden lässt.
Um die Startgeschwindigkeit von KDE zu erhöhen, hat Daniel Nicoletti eine Komponente namens Sessionk entwickelt. Sie ersetzt im Wesentlichen den Ksmserver und wirft einige weitere Altlasten über Bord. Damit entfällt gleichzeitig eine Zwangspause von 4 Sekunden, die der KDE-Startprozess derzeit noch einlegt. Wie die jetzt von Daniel Nicoletti in seinem Blog bereitgestellten Videos nahelegen, ist mithilfe von Sessionk ein Start in 3 Sekunden möglich. Derzeit braucht KDE dazu noch mindestens 10 Sekunden. Allerdings gilt die verbesserte Startgeschwindigkeit nur bis zur Plasma-Oberfläche ohne weitere Widgets.



