Nachdem bereits das Freedeskop.org-Projekt einen neuen Hoster sucht, trifft es jetzt weitere Projekte wie Alpine Linux und das Flatpak-Repository Flathub. Auch ihnen stellt das Unternehmen Equinix in Kürze keine kostenlosen Server mehr zur Verfügung.
Im Fall von Flathub sind die Server betroffen, die im Hintergrund die Pakete erstellen. Bei Alpine Linux muss zum einen die CI-Infrastruktur umziehen, die beim automatischen Bau der Distribution zum Einsatz kommt. Ebenfalls betroffen ist die Bereitstellung der Distribution über die T1 Mirroring-Infrastruktur, die das Rückgrat des Content-Delivery-Netzwerks bildet.
Equinix stellt sein Bare-Metal-Angebot ein, was gleich mehrere Open-Source-Projekte trifft. Wie beim Freedesktop.org-Projekt muss der Umzug bis Ende April über die Bühne gegangen sein, was die Teams vor zeitliche und logistische Herausforderungen stellt.
So würden die Alpine-Linux-Entwickler gerne ihre Server selbst in einem Rechenzentrum in den Niederlanden betreiben. Das Team sucht daher nicht nur die Server selbst, sondern auch einen Platz für deren Betrieb (Colocation Place). Sollte sich keine entsprechende Lösung finden lassen, würde das Team ihre Komponenten auch in virtuellen Maschinen betreiben.
Spender und Unterstützer müssen allerdings gehobene Anforderungen erfüllen: Die T1 Mirrors setzen einen Speicherplatz von 5 TByte voraus und schieben pro Monat rund 800 TByte durch das Netzwerk. Die CI-Infrastruktur läuft derzeit auf einem x86_64-System mit 16 GByte Hauptspeicher und einem 50 GByte großen Datenträger. Um insbesondere den Umzug, aber auch das Projekt finanzieren zu können, ruft das Alpine-Team zu Spenden auf, die sich über die Open-Collective-Plattform einzahlen lassen.






