Laut Bryce Harrington von Canonical hat AMD deutlich vor dem geplanten Relase-Termin einen ATI-Treiber rausgerückt, der mit dem neuen Xserver 1.6 kooperieren soll, den unter anderem Ubuntu 9.04 verwendet.
Nutzer von ATI-Grafikkarten sind Kummer gewöhnt: Zu dem Chaos, das mehrere parallel existierende Treiber verursachen, kam jetzt auch die Meldung, den kommerziellen Treiber-Support für einige garnicht mal so alte Grafikkarten einzustellen. Eine gute Nachricht indes konnte Bryce Harrington auf der X-Server-Mailingliste verkünden. ATI stellt demnach einen kommerziellen Treiber (fglrx 6.800) zur Verfügung, der mit dem X-Server 1.6 zusammenarbeiten soll.
Das ist eine gute Neuigkeit. Bisher sah es so aus, dass Nutzer von Ubuntu 9.04 ihre neuen ATI-Grafikkarten lediglich mit 2D-Support bekommen. Der nun veröffentlichte Treiber hat laut Harrington den Xsmoke-Test bestanden, vermutlich handelt es sich um eine Vorversion des Catalyst-9.4-Treibers, der offiziell erst in ein paar Wochen erscheinen soll. Er steckt laut Harrington in dem Paket “fglrx-installer 2:8.600-0ubuntu1”. Der Nachteil: Die neue Generation dieses Treibers unterstützt keine “älteren” Chipsätze von ATI mehr, wobei älter hier relativ ist: Zu den nicht mehr unterstützten Karten gehören unter anderem die Chipsätze R300 bis R500.
Harrington empfiehlt, für ältere Karten die offenen “ati”-Treiber zu nutzen (wobei “ati” ein Wrapper für die Treiber “radeon” und “radionhd” ist). Der Open-Source-Treiber unterstützt nun ATI-Karten von der Radeon 7000 bis zur Radeon HD 4870 mit 2D-Support und die Generation R500 bis R700 mit einem noch rudimentären 3D-Support über DRI.



