Artikel-Tipp: Intels neue Prozessorarchitektur "Sandy Bridge"

Obwohl die Entwicklung in der Computerbranche meist rasend schnell zu gehen scheint, haben Prozessorarchitekturen oft ein erstaunlich langes Leben. Mit “Sandy Bridge” führt Intel nun nach sehr vielen Jahren wieder einmal eine neue ein – der LinuxUser stellt sie vor.

Bei “Sandy Bridge” handelt es sich um Intels erste wirklich neue Prozessorarchitektur seit dem Pentium 4 vor zehn Jahren. Die CPUs der offiziell als “Core i7 Second Generation” bezeichneten Serie tragen denn auch vierstellige Typbezeichnungen statt der dreistelligen Modellnummern der bisherigen Prozessoren. Freilich erfand der Halbleitergigant für Sandy Bridge das Rad nicht neu, auf den 32-Nanometer-Chips finden sich auch bekannte und bewährte Techniken, teilweise auch in verbesserter Ausführung.

Die “Bridge” im Namen kommt nicht von ungefähr: Im CPU-Teil finden sich sowohl Techniken der Core-i7-Generation als des P6-Nachfolgers “Netburst”. Daneben flossen auch Erfahrungen aus der von Intel ursprünglich als GPU geplanten und später als Numbercruncher umetikettierten “Larrabee”-Serie mit ihren zig Kernen in Intels neueste CPUs ein. All das verheiratet Intel mit der aktuellsten Ausführung seiner integrierten Chipsatzgrafik, die dem Hersteller zufolge zumindest dedizierte Einsteiger-Grafikkarten schlagen soll.

Abbildung 1: Der Sandy Bridge-Die mit seinen einzelnen Komponenten.

Abbildung 1: Der Sandy Bridge-Die mit seinen einzelnen Komponenten.

Auf den ersten Blick (Abbildung 1) hat sich wenig geändert: Bis zu vier Kerne, 256 KByte L2-Cache pro Kern, Hyperthreading, integrierter Zweikanal-Speichercontroller und PCI-Express-Interface, 8 MByte L3-Cache, 3.4 GHz Taktrate, 95 Watt TDP – das kennt man alles schon von der Vorgänger-Generation. Die wirklichen Neuerungen zeigen sich erst beim Blick unter die Haube.

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