Die Ad-hoc-Dachorganisation Openthegovernment.org hat sich hingesetzt und den Öffnungsfortschritt der amerikanischen Behörden hinsichtlich des von der Regierung geforderten Open Government Plans untersucht .
Zwischen dem 12. und 23. April setzten sich Freiwillige aus den Reihen der Initiative Openthegovernment.org hin und bewerteten jedes amerikanische Amt hinsichtlich der in der Open Government Directive genannten Anforderungen. Die auswertenden Personen vergaben zwischen null und drei Punkten, wenn sie die Anforderungen an den Open Government Plan gar nicht, zum Teil oder voll erfüllt befanden. Sie vergaben auch Bonuspunkte, wenn eine Verwaltung die Anforderungen übertroffen hat. Besonders gut haben die Nasa, das Amt für Stadtentwicklung und das Umweltamt abgeschnitten. Ziemlich weit hinten liegen das Verteidigungs-, das Energie- und das Rechtsministerium. Das Vorgehen der Prüfer ist auf der
Projektwebseite dargelegt.
Die Aktion bezieht sich auf Punkt 3.a der Open Government Directive vom 8. Dezember 2009, herausgegeben vom Weißen Haus. Laut diesem Punkt waren die amerikanischen Behörden aufgefordert, nach 120 Tagen einen “Open Government Plan” vorzulegen und schriftlich die in der Direktive definierten Kerneigenschaften einer offenen Regierung zu dokumentieren (Transparenz, Beteiligungsmöglichkeit, Zusammenarbeit). Sie waren außerdem aufgefordert, ein Pilotprojekt vorzuweisen, dass konkrete Schritte in Richtung der genannten Anforderungen unternimmt. Als letzten Punkt sollten die Ämter darlegen, dass sie ihren Plan unter beständiger Einbeziehung der Öffentlichkeit weiterentwickeln.
Die Initiative hat sich für das Projekt eine Google-Site erstellt. Die Einzelergebnisse sind hier in Form von Google-Docs verlinkt, auch das Ranking führt direkt zu den Einzelergebnissen. Fast 80 Organisationen zählt die Mitgliederliste der Vereinigung Openthegovernment.org. Dazu zählen thematisch nahestehende Aktivisten wie die Electronic Frontier Foundation oder das Center for Democracy and Technology, aber auch nicht-technisch ausgerichtete Zusammenschlüsse wie die National Coalition of History, die American Library Assiciation oder das sozialökonomisch ausgerichtete Forschungsprojekt Good Jobs First.
Die Bewertungen enthalten leider keine Begründungen für die vergebenen Punkte. Nicht berücksichtigt sind auch die Open-Source-Guidelines, die der Unternehmensverbund Opensourceforamerica.org im Zusammenhang mit den geforderten Open-Government-Plänen ergänzt hatte – sie waren allerdings auch nicht Teil der Regierungsforderung.



