AMD weiter in den roten Zahlen

AMD, der zweite große Chip-Hersteller schließt das letzte Quartal sowie das ganze Jahr 2008 mit milliardenhohen Verlusten ab. Er geht mit nüchterner Erwartung und vielkerniger Hoffnung in das Krisenjahr.

Rund sechs Milliarden US-Dollar Umsatz im ganzen Jahr stehen rund drei Milliarden Dollar Verlust gegenüber. Im vergangenen Jahr sah die Bilanz um ein weniges schlechter aus: Der Umsatz war fast gleich, der Verlust etwas höher. Betrachtet man nur das vierte Quartal 2008, schnitt das Unternehmen im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um ein Drittel schlechter ab, ebenso im Vergleich zum vierten Quartal 2007. 1,2 Milliarden US-Dollar Einnahmen stehen 1,4 Milliarden Verlust gegenüber.

Für das kommende Quartal erwartet das Unternehmen noch schlechtere Ergebnisse, was es mit den ökonomischen Rahmenbedingungen begründet sowie mit Korrekturen in der Lieferkette, die wohl mit der Ausgliederung der eigenen Fertigungssparte in The Foundry Company zu tun haben. Im Februar soll die neue Foundry Company fertig aufgestellt sein, die AMD gemeinsam mit einer arabischen Firma in Trägerschaft des Emirats Abu Dhabi geschaffen hat. Diese Foundry Company übernimmt die Fertigungswerke AMDs in Dresden und Austin. Sie soll in Zukunft der Zulieferer des Chip-Herstellers sein, der 44 Prozent der Anteile dieses Zulieferers hält, und auch andere Hersteller beliefern.

Hoffnung setzt AMD außerdem auf die Verbreitung des virtualisierungsorientierten 45-Nanometer-Vierkerners Opteron. Auch den neuen Desktop-Vierkernprozessor Phenom (Plattform Dragon) führt der Hersteller ins Feld, sowie den in Kürze erwarteten Mobil-Prozessor Neo (Plattform Yukon).

Konkurrent Intel konnte trotz starken Gewinnrückgangs schwarze Zahlen vorweisen (wir berichteten).

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