Intel erleidet Umsatzrückgang und Gewinneinbruch

Der US-Chipkonzern Intel hat für das vierte Quartal 2008 einen Umsatz von 8,2 Milliarden US-Dollar gemeldet und damit 19 Prozent weniger als im Quartal zuvor sowie 23 Prozent weniger verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.

Der Quartalsgewinn beträgt 234 Millionen US-Dollar, was in Relation zu 1,8 Milliarden US-Dollar im vorangegangenen Quartal einem Erdrutsch gleichkommt. Der Vergleich zum Vorjahresquartal mit 2,27 Milliarden Dollar Gewinn fällt noch düsterer aus.

Das nun beendete Geschäftsjahr 2008 bescherte einen Umsatz von 37,5 Milliarden Dollar und damit 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Bruttogewinnmarge liegt bei 55 Prozent und damit um 3,5 Punkte höher als 2007. Den Nettogewinn beziffert Intel auf 5,29 Milliarden.

Das Unternehmen hatte bereits vor Bekanntgabe der Quartalszahlen vor dem Rückgang gewarnt: Der Umsatz von Mikroprozessoren und Chips sei deutlich unter dem dritten Quartal, heißt es, und der Nettoverlust von Beteiligungen und Zinsen sei maßgeblich durch Wertberichtigung an der Clearwire-Beteiligung explodiert. Rund 1 Milliarde US-Dollar musste Intel wegen Clearwire abschreiben. Clearwire ist ein Experte für die drahtlose Breitbandlsung Wimax, die nicht in die Gänge kommen will. Intel produziert für die Wimax-Technologie Chips.

Intel Präsident und CEO Paul Otellini sagte zu den Zahlen: “Intel hat auch in der Vergangenheit schon schwierige Zeiten überstanden und wir wissen, was zu tun ist, damit wir auch weiterhin erfolgreich sein werden.”

Intel verzichtet auf eine detaillierte Prognose für das laufende 1. Quartal 2009: “Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit und der eingeschränkten Vorhersehbarkeit gibt Intel zu diesem Zeitpunkt keine Umsatzprognose ab. Intels interne Planungen orientieren sich an einem Umsatz von ungefähr 7 Milliarden Dollar”, heißt es in der Quartalsmeldung.

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