Alfresco 3.2 betont mobile Geräte und Interoperabilität

Die neue Minor-Version von Alfresco bringt Mails und Dokumente auf Mobiltelefone, unterstützt geschäftliche Aktenführung und tut sich mittels aktualisierter CMIS-Implementation mit Joomla, Drupal und anderen CMS zusammen.

Alfresco 3.2 ermöglicht Content-Management für Smartphone-Nutzer: Zunächst liegt für das Apple I-Phone ein angepasster Client vor, andere sollen folgen. Ermöglicht wird das durch die neue IMAP-Unterstützung des Content Management Systems (CMS). Implementiert hat das 2005 gegründete Unternehmen außerdem die nach eigenen Angaben erste quelloffene Aktenverwaltung (RM, Records Management). Damit arbeiten die Benutzer mit einem besonderen Dokumentenbereich, in das mittels Drag-and-Drop alle bürokratisch relevanten Dokumente wandern. Das RM-Modul ermöglicht Kontrolle mittels Metadaten wie Versionen, Aktualitätsstatus und enthält eine SQL-Suchfunktion. Schließlich hat Alfresco den OASIS-Standardvorschlag zu Content Management Interoperability Services (CMIS) in der aktuellen Version 0.62 implementiert. Damit ist Datenaustausch zwischen mehreren Content-Management-Systemen möglich, laut Alfresco beispielsweise mit Joomla oder Drupal.

Die elektronische Aktenführung setzt auf die Share- und Surf-Funktionen auf, die mit Alfresco Labs 3.0 eingeführt wurden. Dazu kommen zum Beispiel interaktive Formulare mit der Yahoo Interface Library (YUI), Browser-Ansichten von Dokumenten, ausführliche Metadaten und URL-Adressen von betrachteten Dokumenten. Für die Aktenführungsfunktion notwendig ist die Integration von E-Mail-Clients in Alfresco, damit auch relevante Dokumente in E-Mail-Format abgelegt werden können.

Die vom Unternehmen beschriebenen Neuerungen sind recht umfänglich, enthusiastisch der flankierende Blogeintrag des Gründers und Geschäftsführers John Newton, der auf Kostenersparnis mit Open Source schwört.

Zwei pragmatische Anmerkungen: Erstens kann Alfresco nur noch mit MySQL arbeiten, die bisherige Schlank-Datenbank Apache Derby ist nicht mehr unterstützt. Zweitens gibt es mit einem JDK 1.6.0_0 oder älter Probleme. Um es zu beheben, wandert die Datei “jaxb-api-2.1.jar” aus dem Verzeichnis “alfresco.war” in “\WEB-INF\lib” in das Verzeichnis “tomcat\endorsed”.

Zum Download der ECM und WCM stehen verschiedene Versionen der kostenfreien, quelloffenen Labs-Edition für Linux-, Mac- und Windows-Plattformen zum Download bereit. Alfresco fährt eine vielseitige Lizenzpolitik: Neben der GPL stehen weitere Lizenzmodelle bereit, etwa für nicht-GPL-Lizenzen oder OEM-Unternehmen.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben