GPS wird genauer: Broadcom kündigt mit dem BCM47755 einen Chip für den Massenmarkt an, der über effizientere GPS-Signale präzisere Ortsangaben ermöglicht. Erste Smartphones damit sollen 2018 erscheinen.
Angekündigt wurde der Chip laut IEEE Spectrum vergangenen Donnerstag auf der Ion-GNSS+-Konferenz im amerikanischen Portland (Oregon). Der BCM47755 verbessert die Genauigkeit beim Orten des Signals von aktuell 5 Metern auf 30 Zentimeter. Zugleich soll er zuverlässiger in Innenstädten funktionieren und im Vergleich mit aktuellen GPS-Chips nur die Hälfte an Strom benötigen.
Der Chip lässt sich mit Hilfe des vorhandenen GNSS (Global Navigation Satellite Systems) verwenden, wertet allerdings nach dem üblichen L1-Frequenzband, das er zum Orten der Satelliten verwendet, auch das effizientere L5-Frequenzband aus, das eine andere Frequenz (1176,45 MHz) nutzt. L5 bestimmt die Entfernungen zu den Satelliten wesentlich präziser und erweist sich zugleich als weniger störanfällig gegenüber Signalreflektionen von Gebäuden.
Bislang wurde das L5-Signal hauptsächlich für industrielle Zwecke genutzt, mit dem BCM47755 macht erstmalig ein Chip für den Massenmarkt davon Gebrauch. Dass dies erst jetzt passiert, liege laut Manuel del Castillo, der für Broadcom Produktmarketing betreibt, vor allem daran, dass nun etwa 30 Satelliten die L5-Signale senden, was eine vernünftige Abdeckung erlaube.





