Linux im Orbit? Das ist seit vielen Jahren Wirklichkeit. Mit einigen Tricks hat das freie Betriebssystem die Vorherrschaft im Weltraum angetreten.
“Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200.” So beginnt die bekannte Geschichte von Star Trek. Welche Software die schicken LCARS-Displays auf der Brücke des Raumschiffs Enterprise befüllt, wird in den Filmen nicht verraten – dass es aber eine Weiterentwicklung von Linux sein könnte, wäre durchaus denkbar. Schon heute transportieren regelmäßig Raketen wie die Falcon 9, deren Software maßgeblich auf Linux basiert, Satelliten, Fracht und Personen in den Weltraum (Abbildung 1).

Abbildung 1: SpaceX vertraut bei der Steuerung seiner Raumfahrzeuge auf Linux. Quelle: NASA (iss073e0545547)
Linux hilft sowohl bei der Steuerung als auch beim Wiedereinfangen der Flüssigtreibstoff-Booster, die daraufhin für den nächsten Flug aufbereitet werden. “Powered by Linux” sind auch die per Falcon 9 im Weltall ausgesetzten, Zigtausende Starlink-Satelliten. Dasselbe gilt für die Raumkapsel Crew Dragon, mit der Astronautinnen und Astronauten sicher und (im Vergleich zu den Apollo-Missionen) bequem die Reise zur und von der Internationalen Raumstation ISS zurück zu Mutter Erde antreten.
Komplexe Missionen benötigen betriebssichere Software. Schon der kleinste Fehler kann zum Verlust des Raumfahrzeugs und damit auch zum Tod der Passagiere führen, vom finanziellen Verlust ganz abgesehen. Zu Zeiten des Space-Shuttles benötigte jede einzelne Mission eine eigens dafür erstellte Software, die auf redundant ausgelegten Spezialrechnern lief. Genau genommen handelte es sich sogar um zwei Software-Instanzen, da nicht nur die Hardware redundant ausgelegt war, sondern auch die Software. Ein immenser Aufwand!
Konservative Ingenieuri...
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