Ubuntu Core ist Canonicals Antwort auf die Anforderungen von Embedded-Systemen und IoT-Geräten. Gegenüber dem klassischen, auf dem bewährten Debian-Paketsystem basierenden Ubuntu, verfolgt Core einen radikal anderen Ansatz: Das gesamte System besteht aus containerisierten Komponenten, den Snaps.
Im Jahr 2014 als spezialisiertes Betriebssystem für das Internet der Dinge (IoT) angekündigt, hat sich Ubuntu Core [1] zu einer vielseitigen Plattform entwickelt. Mittlerweile kommt sie in industriellen Steuerungen, Robotern, Smart-Home-Geräten und sogar in sicherheitskritischen Anwendungen der Automobilindustrie zum Einsatz.
Mit Ubuntu Core 24 hat Canonical eine Dekade nach dem ersten Release eine neue Generation der Plattform vorgestellt, die zahlreiche Verbesserungen mitbringt. Parallel dazu arbeitet das Unternehmen an Ubuntu Core Desktop – einem Versuch, die Vorteile des immutablen Systems auch auf den klassischen Desktop zu übertragen.
Ubuntu Core unterscheidet sich fundamental von herkömmlichen Linux-Distributionen. Während sich bei einem klassischen Ubuntu-System Tausende von Paketen über apt installieren und verwalten lassen, setzt Ubuntu Core konsequent auf Containerisierung. Das Betriebssystem selbst ist minimal gehalten und besteht aus nur vier Kernkomponenten: dem Kernel-Snap, dem Gadget-Snap für Partitionslayout, Bootloader und gerätespezifische Konfiguration, dem Base-Snap mit dem Grundsystem und dem Snapd-Snap, der die Verwaltung aller Snaps übernimmt.
Die Architektur verspricht mehrere Vorteile. Zunächst fällt das resultierende System deutlich kleiner aus als eine vergleichbare klassische Installation. In Zeiten, in denen Flash-Speicher vergleichsweise wenig kostet, mag das weniger relevant erscheinen, doch jede nicht vorhandene Zeile Code verkleinert...
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