Aus Linux-Magazin 03/2026

Uyuni (Teil 1): Installation und erster Client

© Kanyarat Phuphaphan / 123rf.com

Mithilfe von Uyuni beherrschen Sie auch komplexe Systemlandschaften. Das umfangreiche Patch-Management-Werkzeug unterstützt dabei, sie geordnet zu aktualisieren und zu verwalten.

Im ersten Teil dieser Artikelserie zu Uyuni [1] beleuchten wir zwei Aspekte: ganz grundlegend, wie Sie die Anwendung installieren und wie Sie Softwarerepositories bereitstellen. Darüber hinaus erarbeiten wir uns die Registrierung des ersten Clients.

Uyuni und der kommerzielle Enterprise-Ableger SUSE Multi-Linux Manager [2] (MLM) unterstützen zahlreiche Linux-Distributionen, unter anderem openSUSE Leap, SUSE Linux Enterprise, Red Hat Enterprise Linux und dazu kompatible sowie Ubuntu und Debian. Über eine Weboberfläche können sämtliche Aspekte der Suite komfortabel genutzt werden.

Abbildung 1: Zu den Komponenten der Anwendung gehören unter anderem Apache, Tomcat und eine PostgreSQL-Datenbank.

Abbildung 1: Zu den Komponenten der Anwendung gehören unter anderem Apache, Tomcat und eine PostgreSQL-Datenbank.

Architektur

Uyuni besteht im Wesentlichen aus mehreren Komponenten (Abbildung 1). Dazu gehören Apache zum Bereitstellen des Frontends, der API und der Pakete, ein Tomcat-Applikationsserver für die Backend-Dienste sowie eine PostgreSQL-Datenbank. Als Task-Scheduler kommt Taskomatic zum Einsatz. Salt-Server dient zum Steuern der Clients und TFTP zum Installieren neuer Hosts über das Netzwerk.

Neben einem zentralen Server lassen sich weitere dezentrale Proxy-Systeme (Abbildung 2) integrieren. Das ergibt vor allem bei größeren Systemlandschaften an mehreren Standorten Sinn, um Internetbandbreite einzusparen. Pro Standort werden in diesem Fall heruntergeladene Pakete lokal vorgehalten. Außerdem lassen sich so nicht direkt erreichbare Systeme dem Uyuni-Server zugänglich machen.

Abbildung 2: Ein Uyuni-Server lässt sich mit mehreren Proxy-Servern verbinden.

Abbildung 2: Ein Uyuni-Server lässt sich mit mehreren Proxy-Servern verbinden.

Das Tool ist mandantenfähig und gruppiert regis...

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