Bash ist eine nahezu unerschöpfliche Quelle, um immer wieder Neues und Nützliches zu lernen.
Auch im Jahr 2026 ist Bash die vermutlich am weitesten verbreitete Shell auf GNU/Linux-Systemen – zumindest wenn man die Ergebnisse des Debian Popularity Contests [1] auf die gesamte Linux-Welt extrapoliert. Als Shell leistet sie hervorragende Arbeit, selbst in den Standardeinstellungen der Distributionen. Ich behaupte, dass kaum jemand, der sich auf seinem persönlichen System gut in der Shell zurechtfindet, in einer anderen Distro damit Probleme haben wird. Das sieht selbstverständlich auf einem IBM-AIX-System mit ksh als Default-Shell anders aus, soll hier aber nicht Thema sein.
Initial braucht es ein grundsätzliches Verständnis darüber, dass bestimmte Zeichen in Bash eine besondere Bedeutung besitzen und ihr Einsatz gewisse Kenntnisse voraussetzt. Deshalb streifen wir zunächst einige elementare Punkte. Bash kennt Variablen wie »$HOME« oder »$PWD«. Möchten Sie Variablen ausgeben, beginnen Sie immer mit einem »$«. Beim Speichern eines Werts in eine Variable lassen Sie »$« weg.
Das sieht dann beispielsweise so aus: »music_folder=$HOME/music«. Dabei sehen Sie nicht nur eine Variablen-Zuweisung, sondern auch eine Referenzierung. Ich setze »$music_folder« mit dem Inhalt aus dem Wert der Variable »$HOME« und dem Unterordner »music«. So lassen sich in Bash basierend auf einfachen Variablen sehr ausgeklügelte Einstellungen gestalten. Probleme ergeben sich erst, sobald Dateinamen oder Verzeichnisse mit einem »$« existieren. Bash würde solche Namen stets als Variable interpretieren. Hier kommen Escape-Sequenzen ins Spiel.
Escape-Sequenzen
Escaping übersetzen viele im Deutschen gern als Maskierung. Was dabei geschieht: Vorbelegten Zeichen werden die Sonderfunktionen genommen....
[...]
Linux-Magazin Online veröffentlicht alle Print-Artikel, die seit 2001 im Linux-Magazin erschienen sind. Damit steht Ihnen ein hochwertig bestücktes Archiv bis hin zu den Beiträgen der aktuellen Ausgabe online zur Verfügung. Die über 4.000 Artikel sind größtenteils kostenlos zugänglich, nur für Beiträge (als PDF) der jüngsten zehn Linux-Magazine ist eine kleine Gebühr fällig.






