Mit Ubuntu Pro könnte Canonical die Marktlücke zwischen hochpreisigen Enterprise-Distributionen und kostenlosen Community-Projekten schließen.
Ursprünglich steckte hinter Ubuntu Pro ein spezialisiertes Angebot für Cloud-Kunden auf Amazon Web Services (AWS). Es versprach Ubuntu-Nutzern eine verlängerte Update-Garantie von zehn Jahren – statt der üblichen fünf Jahre für Ubuntu LTS. Später weitete Canonical die Lösung auf andere Cloud-Anbieter wie Microsoft Azure und Google Cloud Platform aus. Am 5. Oktober 2022 startete Canonical die öffentliche Beta-Phase von Ubuntu Pro [1]. Wenige Monate danach, am 26. Januar 2023, erreichte das Produkt allgemeine Verfügbarkeit, wodurch es erstmals als umfassender Update-Service auch für gewöhnliche Installationen außerhalb der Cloud erhältlich war.
Canonical beschreibt Ubuntu Pro vollmundig als das umfassendste, jemals angebotene Abonnement (Subscription) für Open-Source-Software-Sicherheit [2]. Das Unternehmen will die durchschnittliche CVE-Exposure-Zeit von 98 Tagen auf nur einen Tag senken. Ein dediziertes Security-Team integriert dafür verschiedene Sicherheitsmechanismen und veröffentlicht durchschnittlich mehr als drei Updates täglich. Kritische Schwachstellen durchlaufen innerhalb von 24 Stunden den kompletten Zyklus: Vorbereitung, Tests und Veröffentlichung.
Sicherheitsversprechen
Den Kern von Ubuntu Pro bildet ein verlängerter Support-Zeitraum. Diese Expanded Security Maintenance (ESM) teilt Canonical in zwei Komponenten auf. ESM-Infra adressiert alle Pakete aus dem Main-Repository und verlängert deren Sicherheitsupdates um weitere fünf Jahre nach Ende des regulären fünfjährigen LTS-Supports. Die Komponente enthält etwa 2300 Pakete pro Ubuntu-Release, einschließlich des Betriebssystems selbst und zentraler Systemkom...
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