Aus Linux-Magazin 04/2024

In eigener Sache: DELUG-DVD

Auf der DELUG-DVD finden Sie diesmal das aktuelle Parrot OS 6 in der Security Edition, sieben Videos von der Linux Plumbers Conference, LibreOffice 24.2 und vieles mehr.

Neben dem Linux-Magazin ohne DVD gibt es die DELUG-Ausgabe mit einem speziell zusammengestellten Datenträger. Gebündelt unter einer HTML-Oberfläche enthält er Programme und Tools, die wir in der jeweiligen Ausgabe testen, sowie nicht im Heft besprochene Software, die die Redaktion besonders empfiehlt.

Achten Sie beim Mounten der DVD darauf, dass Ihr System deren UDF-Dateisystem einbindet. Nur dann erhalten Sie fehlerfreien Zugriff auf Dateien, die größer als 4 GByte sind. Das sollte jedoch bei den meisten aktuellen Distributionen automatisch der Fall sein.

Parrot OS 6.0

Wenn Sie per Webbrowser auf die DVD zugreifen, landen Sie in einem HTML-Menü mit allen Inhalten. Dort wartet Parrot OS 6.0 in der Security Edition (Abbildung 1) auf Sie. Es enthält zahlreiche vorinstallierte Werkzeuge für Sicherheitsexperten, Pentester und sogenannte Red Teams, die aktiv Sicherheitslücken aufdecken. Eigens für diese Aufgaben bekam der enthaltene Kernel 6.5 ein paar Patches spendiert. Installiert eignet sich Parrot OS aber auch als Desktop-System für den Arbeitsalltag.

Abbildung 1: Parrot OS 6 basiert auf dem aktuellen Debian 12. Der Mate-Desktop gruppiert im Startmenü die Tools passend zum Einsatzzweck.

Abbildung 1: Parrot OS 6 basiert auf dem aktuellen Debian 12. Der Mate-Desktop gruppiert im Startmenü die Tools passend zum Einsatzzweck.

LPC und ein Blick zurück

Darüber hinaus finden Sie auf der DVD sieben Vorträge von der Linux Plumbers Conference 2023. Auf ihr trafen sich Entwickler und Anwender von Kernel-naher Software. Unter anderem ging es um das Testen von Treibern mittels KUnit, die Sichtbarkeit von Live-Patches, neue Fscrypt-Funktionen, das BPF-basierte Packet Filtering Framework Bpfilter und das Absichern sensibler Daten in Container-Checkpoints.

Vor 30 Jahren erschien der Linux-Kernel 1.0. Zum Geburtstag können Sie im originalen Quellcode von einst stöbern, der gerade einmal 561 Dateien umfasst. Zum Vergleich: Der aktuelle Kernel besteht aus über 82 000 Files. Die DVD offeriert zudem mit Suse Linux 1.0 eine der ersten Distributionen, die den Kernel 1.0 einsetzten.

LibreOffice und Mediaserver

Wollen Sie nicht warten, bis das aktuelle LibreOffice 24.2 in der von Ihnen verwendeten Distribution auftaucht, dann greifen Sie zu den Installationspaketen von der DVD (Abbildung 2). Ebenfalls an Bord sind die Mediaserver Gerbera, Jellyfin und UMS. Dank Binärdateien und Docker-Containern lassen sich alle drei mit wenigen Handgriffen in Betrieb nehmen.

Abbildung 2: LibreOffice Writer kennt jetzt eine Listennummerierung für juristische Texte ("Legal Numbering Style") und erlaubt Formatvorlagen in Kommentaren.

Abbildung 2: LibreOffice Writer kennt jetzt eine Listennummerierung für juristische Texte (“Legal Numbering Style”) und erlaubt Formatvorlagen in Kommentaren.

Bei Interesse setzen Sie außerdem die flotte Datenbank Firebird 5.0.0 auf, analysieren große Datenhaufen mit Grafana 10.3.1, überwachen mit Coroot das Treiben Ihrer Microservices, steigen in den Quellcode des Prometheus Anomaly Detectors hinab, starten über Libvirt 10.0.0 aus eigenen Programmen heraus schnell VMs, binden die schlanke Datenbank-Engine SQLite in Ihre Anwendungen ein oder vertiefen sich in Software zu den weiteren Artikeln dieses Hefts. (jlu)

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