Bootfähig grüßt in diesem Monat Debian 10.5 von der ersten Seite der DELUG-DVD, das neben Updates auch Bugfixes mitbringt, etwa für Boothole. Auf Seite B gibt es 32 Videos von der Stackconf-Konferenz, Container-Distributionen, Office-Pakete und einiges mehr.
Neben dem normalen Linux-Magazin ohne Datenträger gibt es die DELUG-Ausgabe mit Monats-DVD, bei der die Redaktion den Datenträger nach einem speziellen Konzept zusammenstellt: In einer Art modularem System enthält er Programme und Tools, die die jeweilige Magazin-Ausgabe testet und bespricht. Zudem gibt es im Heft nicht abgehandelte Software, die die Redaktion besonders empfiehlt. Alle Inhalte warten unter einer HTML-Oberfläche, auf die Nutzer über den Webbrowser zugreifen.
Seite A: Debian 10.5
Von der Seite A der DELUG-DVD startet ein Installationsassistent, der das aktuelle Debian 10.5 auf der Festplatte einrichtet (Abbildung 1). Gegenüber der Vorversion haben die Entwickler vor allem zahlreiche Fehler korrigiert und Sicherheitslücken geschlossen. Zu Letzteren zählt insbesondere das Boothole getaufte Problem im Bootmanager Grub 2, über den Angreifer den Secure-Boot-Mechanismus aushebeln und zum Beispiel über Bootkits unbemerkt Schadcode einschleusen können.

Abbildung 1: Als Desktops stellt Debian 10.5 neben dem hier gezeigtem Gnome auch Cinnamon, KDE Plasma, LXDE, LXQt, Mate und XFCE bereit.
Stackconf 2020
Wer die Silberscheibe umdreht und per Webbrowser darauf zugreift, landet im HTML-Menü mit zahlreichen weiteren exklusiven Inhalten. Gleich als Erstes stechen die 32 Videos von der Stackconf 2020 heraus. Die Vorträge der Konferenz decken die Themen Continuous Integration, Container sowie Hybrid- und Cloud-Technologien ab. Während beispielsweise Denis Rosa auf Fallstricke beim Betrieb von Datenbanken in Kubernetes hinweist, kümmert sich Falk Stern um DevOps im Mittelstand. Veranstalter Netways musste die Konferenz in diesem Jahr allerdings online ausrichten.
Container-Basis und Office
Des Weiteren finden sich auf der Heft-DVD gleich zwei Distributionen für Container- und Kubernetes-Nutzer: K3OS erstellt bei seinem Start automatisch einen Kubernetes-Cluster und lässt sich selbst per Kubectl verwalten. Flatcar wiederum bietet sich als schlankes Hostsystem für Container an. Es besteht lediglich aus einem minimalen Linux-System und den zum Container-Betrieb benötigten Werkzeugen. Die Konfiguration übernimmt das von CoreOS Container Linux übernommene Tool Ignition.
Bei der gemeinsamen Arbeit an Dokumenten helfen online erreichbare Office-Pakete, von denen die Bitparade eine kleine Auswahl unter die Lupe nimmt. Dazu passend hält die Heft-DVD die Collabora Online Development Edition (CODE) sowie Etherpad und Ethercalc bereit. Mit auf der Silberscheibe ist auch LibreOffice 7.0, das zahlreiche neue Funktionen mitbringt. Unter anderem haben die Entwickler die Kompatibilität zu Microsofts Office-Formaten verbessert.

Abbildung 2: Mit dem Chat-System Zulip von der Heft-DVD gruppieren Nutzer ihre Diskussionen thematisch und behalten so wichtige Threads im Auge.
Wem das alles nicht genügt, der chattet mit dem Peer-to-Peer-Messenger Jami, vereinfacht die Zusammenarbeit im Team mit der Kollaborationsplattform Kopano, setzt auf einem Ubuntu- oder Debian-System die Slack-Alternative Zulip (Abbildung 2) auf oder vertieft sich in Software zu weiteren Artikeln dieses Hefts. (kki)






