Aus Linux-Magazin 06/2017

In eigener Sache: DELUG-DVD

Diesen Monat steht die erste Seite der DVD ganz im Zeichen der Sicherheit: Sie enthält die Distribution Parrot 3.5 in der 64-Bit-Ausgabe. Die andere Seite bietet unter anderem ein Rezeptbuch für die Shell, eine VM mit Monitoringtools sowie ausgewählte Videos von der Libre-Planet-Konferenz.

Neben einem Linux-Magazin ohne Datenträger gibt es die DELUG-Ausgabe mit Monats-DVD, bei der die Redaktion den Datenträger nach einem speziellen Konzept zusammenstellt: In einer Art modularem System wählt sie Programme und Tools aus, welche die jeweilige Magazin-Ausgabe testet und bespricht. Zudem gibt es im Heft nicht abgehandelte Software, die die Redaktion besonders empfiehlt.

Seite A: Parrot 3.5

Von der Seite A der DELUG-DVD bootet Parrot 3.5 in der 64-Bit-Fassung (Abbildung 1). Das Livesystem auf Debian-Basis enthält zahlreiche vorinstallierte Tools für Penetration-Tester, Sicherheitsexperten und Computerforensiker. Parrot bringt zudem den Virenscanner Clam AV mit und geht auf Wunsch via Tor anonym ins Internet. Die vorliegende Version 3.5 nutzt dabei die Desktopumgebung Mate und bietet erstmals Virtualbox- und VMware-Guest-Support.

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Abbildung 1: Parrot offeriert seine Tools gut sortiert im »Anwendungen«-Menü.

Shell-Kochbuch

Wer die Silberscheibe umdreht und auf das HTML-Menü zugreift, stößt als Erstes auf das E-Book “The Command Line Cookbook”. In ihm hat Autor Minh Ha auf 61 Seiten zahlreiche vorgefertigte Kommandozeilenbefehle für ständig wiederkehrende Aufgaben gesammelt. So erfahren Leser unter anderem, wie sie schnell mehrere Dateien auf einmal umbenennen. Des Weiteren warten auf der DVD zehn Vorträge von der Libre-Planet-Konferenz, die im März 2017 im amerikanischen Cambridge stattfand. Zu den Vortragenden gehört Richard Stallman.

Verteiltes Monitoring

Passend zum aktuellen Schwerpunkt bietet die DELUG-DVD nicht nur artikelbegleitend den Code zur verteilten Monitoring-Software Prometheus an, sondern auch eine virtuelle Maschine mit vorinstallierter Open Monitoring Distribution (Abbildung 2). Diese spezialisiert sich auf Monitoring-Lösungen, die vorliegende OMD Labs-Edition hat im Unterschied zur klassischen Variante auch neuere Monitoring-Programme unter einer einheitlichen Benutzerschnittstelle an Bord. Zu den enthaltenen Werkzeugen gehören neben Nagios auch Prometheus sowie die Visualisierungssoftware Grafana. Als Basis dient Ubuntu Server 16.04.2 in der 64-Bit-Fassung.

Abbildung 2: Die Open Monitoring Distribution versammelt alle Daten in einer zentralen Weboberfl&auml;che, die auf den Namen Thruk h&ouml;rt.

Abbildung 2: Die Open Monitoring Distribution versammelt alle Daten in einer zentralen Weboberfläche, die auf den Namen Thruk hört.

Wem das alles nicht reicht, der verwaltet seine digitalen E-Mails, PDFs und Briefe mit einem von vier Dokumentenmanagement-Systemen, deren Quellcode ebenfalls auf der DVD zu finden ist. Oder er spürt Ressourcen-Verschwendern mit gleich sechs verschiedenen Werkzeugen zum Performance-Monitoring nach. Oder er vertieft sich einfach in Software zu weiteren Artikeln dieses Hefts.

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