Aus Linux-Magazin 02/2011

Rückblick auf das vergangene Jahr in Quizform

So funktioniert's

Januar

1: Einer der frühen Kernelentwickler tritt bei einem neuen Arbeitgeber im Januar seinen Job an und krempelt dort gleich die Dateisysteme um. Eine andere Abteilung dieses Unternehmens bringt erstmals eine eigene Hardware heraus. Welche Süßspeise stand Pate bei der dazu entwickelten Software-Release?

2: Ein Dotnet-Befürworter für Linux verlässt im Januar seinen Arbeitgeber. Dieses Schicksal teilt er mit dem Community-Manager eines Projekts, das das gleiche Unternehmen maßgeblich unterstützt. Welches Tier ist der Botschafter dieses Projekts?

Februar

3: Stühlerücken beim Distributionshersteller: Weil der freundliche Diktator nicht mehr Chef sein will, überlässt er seinen Titel seiner Stellvertreterin. Deren Platz nimmt für nur einige Monate ein Dokumentenverwalter ein und kümmert sich ums Operative. In welchem Datenformat sieht er nun seine berufliche Zukunft?

4: Hochzeit unterwegs: Zwei mobile Projekte tun sich zusammen, um künftig schönere Oberflächen und stabiles Linux auf Smartphones & Co. zu zaubern. Später im Jahr feiern die Entwickler die offizielle Version in einer Sportstätte. Welche Sportart kommt dort ohne kugelförmige Geräte aus?

März

5: Im Lichte der Abenddämmerung verlässt ein Open-Source-Herold seinen bis dahin sonnigen Arbeitsplatz, doch findet er schon bald Unterschlupf bei einem Wächterrat für Lizenzen. Welchen Begriff prägte die Organisation?

6: Auf der Cebit ehrt eine internationale Jury ein Projekt für seine Innovation, denn es hatte das Wiki-Prinzip auf einen ganz anderen Bereich als die bisherigen Lexikon-Lemmata übertragen. Zu welchem Suchdienst wechselt der Gründer des Projekts im Laufe des Jahres?

April

7: Nicht das I-Pad, sondern eine heimische Entwicklung will erster Teilnehmer im Sandkasten der Tablet-PCs werden. Das füllt in den kommenden Monaten zumindest die Technik-Klatschspalten mit Ankündigungen und Skandälchen. Als Ehrenmitglied welcher Vereinigung gibt sich später im Jahr fatalerweise der Impresario der viel diskutierten Kampagne aus?

8: Eine würdevollere Ehrung nimmt der Gründer einer europäischen Lobbyorganisation für Nicht-Open-Source-Software entgegen. Damit ist er bereits der zweite Deutsche, der für diese Tätigkeiten ausgezeichnet wird. Welches Projekt begründete der erste Ordensträger?

Mai

9: Turbulent verläuft der Monat für Fedora: Mit leichter Verspätung gibt das Projekt Version 13 “Goddard” heraus und kündigt Version 14 “Laughlin” an. Erst später im Jahr kommt noch Fedora 15 “Lovelock” dazu. Auch beim Personal gibt es einen Stabwechsel. In welcher Programmiersprache faxte der neue Projektleiter früher gelegentlich seiner späteren Frau Liebesbriefe?

10: Vier Studenten sind die Sammelwut sozialer Netzwerke wie Facebook & Co. leid, brauchen aber Geld, um eine dezentralere Version zu programmieren. Das bekommen sie dann auch reichlich. Wie nennen sie ihre Server?

Juni

11: Stelldichein auf dem Linuxtag: Microsoft verkündet, fortan zu den Guten zu gehören, Google entwickelt eigene Codecs. Ein dritter prominenter Redner stellt gar die binäre Antwort auf das Leben, das Universum und den ganzen Rest in Aussicht. Wo hausen ihrem Namen nach die putzigen Maskottchen, die für die Antwort Pate stehen?

12: Den Kernelentwicklern scheint ein Dateisystem für große Datenmengen besonders suspekt zu sein: Es gibt bis heute in den offiziellen Quellen keine Kern-Implementierung für Linux, nur als Modul im Userspace. Im Laufe des Jahres kommen aber zwei native Implementationen dazu. Welche Lizenz verhindert bis heute die Aufnahme des Ursprungscode in den Vanilla-Kernel?

So funktioniert’s
Meist lassen sich die Fragen durch ein einzelnes Wort beantworten, sonst zählt das erste Wort, bei Namen der Nachname. Jeweils der erste Buchstabe ist auf [http://linux-magazin.de/winter] oder in das unten abgedruckte Diagramm einzutragen. Beide berechnen die Lösung durch die angegebene Addition. Dabei gilt: A = 0, B = 1, … Ist eine Summe größer als das Äquivalent des Z, gibt es einen Überlauf zum A. Beispiel: X + D = B.

So funktioniert's

So funktioniert’s

Juli

13: Die Release einer in Deutschland beheimateten Linux-Distribution bringt eine der ersten Aufgaben für ihren neuen Community-Manager aus den Niederlanden. Bei welchem anderen Projekt arbeitete er vorher lange mit?

14: Obwohl die neue Version einer Software nun auch 64-Bit-Code ausführt, nützt sie Linux-Programmen gar nichts. Wie heißt eine Software für Solaris, die vor über 15 Jahren eine ähnliche Funktion umsetzte?

August

15: Ein Webprojekt, das angetreten war, E-Mail und Kommunikation zu revolutionieren, schlägt ein paar Wellen – weil seine Entwickler es einstellen. Deutlich höheren Wellengang hingegen verursacht deren Idee, eine andere Software in anderen Bereichen einzuführen. Welche deutsche Politikerin stellt sich an die Spitze der Bedenkenträger?

16: So richtig zufrieden sind die Mitglieder eines Steuerungsgremiums nicht mit ihrem neuen Sponsor und besiegeln so faktisch das Ende einer freien Betriebssystem-Distribution. Ganz aufgeben will eines ihrer Mitglieder aber noch nicht und ändert darum später die Basis für seine Live-Distribution. Wie heißt diese neue Grundlage?

September

17: Ein Virus lässt nicht nur Experten, sondern auch Industrieanlagen rotieren. Welches Modell zum Überwachen und Steuern nutzt die Malware, um ihr Unwesen zu treiben?

18: Als ein Projekt mit den langsamen Reaktionen seines Sponsors nicht mehr zufrieden ist, vollzieht es das Schisma des Jahres – fast genau ein Jahrzehnt nach seiner Gründung. Der damalige Spender hostete die Quellen bei der Firma eines Entwicklers, der als Urvater welches Servers gilt?

Oktober

19: Zum vierten Mal in diesem Jahr veröffentlicht ein Auswanderer eine stabile Version – neuerdings mit einer Rüstung für Anwendungen. Welche Modellbezeichnung trägt ein Erbstück, das ihm in der Heimat ein Statistikprofessor vermachte?

20: Stühlerücken in Projekten und Unternehmen: MySQL-Veteran Kaj Arnö geht zu SkySQL, Mozilla bekommt einen neuen Chef, der erste Marketingoffizier des Open-Office-Projekts verlässt das Boot, und eine Distribution besetzt den Posten des Kassenwarts mit ihrem ehemaligen Chef. Vor seiner Promotion studierte der auf einem fernen Kontinent. In welcher Stadt?

November

21: Aufregung erzeugt die Ankündigung, in einer populären Distribution mittelfristig eine zentrale Desktop-Komponente zu ersetzen. Die war in der Vergangenheit schon mehrfach Spielball von Forks und Neugründungen. Welcher heutige Intel-Entwickler wurde einst sogar von der Entwicklung eines Teilzweiges ausgeschlossen?

22: Die Kasse klingelt: Für ein erkleckliches Sümmchen wechseln die Besitzer eines Unternehmens, das auch Heimat für eine Linux-Distribution ist. Wer unterzeichnete nur einige Monate zuvor ein ähnliches Angebot, das die Firmenleitung damals ablehnte?

Dezember

23: Großes Aufsehen erregt das Wirken einer Plattform zum Management bestimmter Dokumente. Das Linux-Magazin hatte Anfang des Jahres bereits berichtet, dass deren Protagonisten eine Reihe von Gesetzesänderungen befürworteten. In welchem Land sollen diese Reformen ihre Wirkung entfalten?

24: Glänzende Aussichten prognostiziert sich selbst ein Tool, das seine Entwickler langfristig zum Betriebssystem ausbauen wollen (und das nicht der Emacs ist). Sie geben bekannt, dass sich dessen Nutzerzahlen binnen Jahresfrist verdreifacht hätten. Wie bezeichnen sie das dazu passend entworfene limitierte Test-Hardware-Modell?

Fachbücher zu
gewinnen
Wer die Fragen korrekt beantwortet und samt Lösungssatz einsendet, nimmt an der Verlosung teil. Unter den besten Einsendern verlost die Redaktion jeweils zwei Exemplare der drei Neuerscheinungen von Open Source Press: “Cyberwar” von Sandro Gaycken fragt, wer im Netz eigentlich gegen wen kämpft und mit welchen Waffen. Harmonischer geht es beim Open-Source-Entwickeln zu: GRML-Projektleiter Michael Prokopp beschreibt die Regeln und Vorgehensweisen. An Praktiker richtet sich Stefan Schäfers “Root-Server”. Er erklärt die wichtigsten Schritte zum eigenen Rechner beim Hoster.

Cyberwar

Cyberwar

Projektmanagement

Projektmanagement

Rootserver

Rootserver

Die meisten Fragen lassen sich durch ein Wort beantworten. Bei Namen ist das der Nachname, ansonsten das erste Wort. Der Lösungssatz drückt einen Wunsch aus. Wer ihn und die Antworten der Fragen bis zum 31. Januar 2011 an [winter@linux-magazin.de] schickt, nimmt an der Verlosung teil. Das Linux-Magazin veröffentlicht die Namen der Gewinner. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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