Aus Linux-Magazin 06/2008

Auf den Punkt gebracht

Haben Sie Anregungen, Statements oder Kommentare? Dann schreiben Sie an [redaktion@linux-magazin.de]. Die Redaktion behält es sich vor, die Zuschriften und Leserbriefe zu kürzen. Sie veröffentlicht alle Beiträge mit Namen, sofern der Autor nicht ausdrücklich Anonymität wünscht .

Identitätsprobleme

05/08, S. 25: Im Artikel “Linux anonym” las ich: “… die eindeutig dem Gerät zugeordnete IMSI-Nummer.” Das ist falsch. Die IMSI ist die Subscriber Identity, also die eindeutig der SIM-Karte zugeordnete Nummer. Dem Gerät zugeordnet ist die IMEI (Equipment Identity).

Die IMEI ist übrigens nicht mehr so eindeutig wie sie sein sollte: Fehler führen immer wieder zur doppelten Vergabe einer IMEI, auch von Anwendern mit spezieller Software geänderte IMEIs im Telefon überlappen sich mit existierenden Nummern. Die Netze müssen also seit Jahren damit umgehen können, dass IMEIs nicht eindeutig sind.

Harald Welte, per E-Mail

Aufblenden verboten

05/08, S. 49: Im Artikel über HDR befindet sich in dem Beispiel der Fassade (Abbildung 1) ein fotopraktischer Fehler: Die Belichtungsreihe wurde mit unterschiedlichen Blendenöffnungen aufgenommen. Dies sollte so nicht durchgeführt werden. Bei Belichtungsreihen ist ausschließlich die Belichtungsdauer zu variieren. Mit Änderung der Blende verändert sich auch die Tiefenschärfe. Die Wirkung ist Objektiv- und Brennweiten-abhängig. In Ihrer Belichtungsreihe hat dieser Effekt keine sichtbare Auswirkung, da sie generell mit kleinen Blendenöffnungen (f/8 und kleiner) arbeitet.

Uwe Kiewel, per E-Mail

Abbildung 1: Wo viel Licht, da viel Schatten: Eine Belichtungsreihe hilft dem HDR-Fotografen bei kontrastreichen Szenen. Soll sich dabei die Tiefenschärfe nicht ändern, gilt allerdings: Finger weg von der Blendeneinstellung! Dank an Linux-Magazin-Leser Uwe Kiewel für den Hinweis.

Abbildung 1: Wo viel Licht, da viel Schatten: Eine Belichtungsreihe hilft dem HDR-Fotografen bei kontrastreichen Szenen. Soll sich dabei die Tiefenschärfe nicht ändern, gilt allerdings: Finger weg von der Blendeneinstellung! Dank an Linux-Magazin-Leser Uwe Kiewel für den Hinweis.

Amazon.de spielt nicht mit

05/08, S. 110: Ich habe gerade Mike Schillis Skript ausprobiert, und es funktioniert auch toll mit Amazon.com, aber nicht für die deutsche Amazon-Website. Die Angabe »locale=>\’de\’« ist auskommentiert und der Eintrag »http://amazon.com« mit »http://amazon.de« ersetzt.

Als Beispiel verwende ich ein Tomtom-Navigationsgerät (B000PCWZVU Tomtom Rider) von der Amazon.de-Seite. Leider findet das Skript das Produkt nicht über die ASIN. Im Logfile findet sich:

2008/04/09 13:39:08 Tracking asin B000PCWZVU2008/04/09 13:39:08 Can't fetch asin B000PCWZVU: B000PCWZVU is not a valid value for ItemId. Please change this value and retry your request.

Johannes Krauth, per E-Mail

Das stimmt leider. Ich habe das Problem reproduziert: Es scheint, Amazon.de hat eine andere XML-Darstellung als die amerikanische Konzernmutter gewählt, und das CPAN-Modul Net::Amazon verkraftet das nicht. Ich werde an den neuen Maintainer von Net::Amazon schreiben, ob er Abhilfe schafft. (Michael Schilli)

Nicht portabel

05/08, S. 62: Ich habe das Interview mit dem Nmap-Entwickler sowie den Artikel über Portbunny gelesen. Es geht auf einen wesentlichen Nachteil von Portbunny gar nicht ein: Da das Programm ein Linux-Kernelmodul erfordert, ist es nicht portabel, man kann es beispielsweise auf BSD-Systemen nicht einsetzen.

René Maroufi, per E-Mail

Dieser Einwand kommt vollkommen zu Recht. Fyodor, der Nmap-Entwickler, griff diesen Aspekt im Interview auf. Aufgrund der Länge des Gesprächs fand dieser Satz keinen Platz mehr im Heft. Eine ausführliche Audio-Version unseres Gesprächs finden Sie aber unter [https://www.linux-magazin.de/news/interview_mit_nmap_entwickler_fyodor]. (mg)

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