
Abbildung 1: Intelligente Maschinen? Die ersten Computer wie der 1946 fertiggestellte Eniac flößten den Zeitgenossen Respekt ein. (© Foto: US Army)
Vor 50 Jahren beeindruckte die Menschen die Rechenpower von Röhrenmonstern, deren Abwärme ganze Fabrikhallen heizte. Nach heutiger Auffassung steckt die Computer-Intelligenz jedoch eher in der Software.
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Inhalt |
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48 | Consideo: Blick in die Zukunft Die Simulationssoftware sagt die Entwicklung von komplexen Systemen 54 | Projekteküche: DVB-T KDE hat mit Kaffeine eine komfortable DVB-Software – doch wie 58 | Lotus V8 Bullige Power unter der Haube? Die Collaboration-Suite Lotus Notes 64 | Bitparade Paketmanager im Test: Was leisten die Suse- und Debian/Utuntu-Tools 70 | Tooltipps Tools zum Rippen von CDs, Durchsuchen von Open-Office-SWX-Dateien |
In der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg galt ein Computer für sich genommen als intelligent. Dass die mit Röhren oder gar mit Relais betriebenen Ungetüme dieser Zeit (Abbildung 1) schneller addieren und multiplizieren konnten als ein Mensch, veranlasste die Zeitgenossen zu der Wortprägung “Elektronengehirn”.

Abbildung 1: Intelligente Maschinen? Die ersten Computer wie der 1946 fertiggestellte Eniac flößten den Zeitgenossen Respekt ein. (© Foto: US Army)
Hinter dieser Auffassung steckt die so genannte starke These der KI (künstliche Intelligenz), die davon ausgeht, dass sich das menschliche Denken eins zu eins mit Digitalcomputern nachbilden ließe. Sie hat heute wesentlich weniger Anhänger als vor 50 Jahren. Während in der Anfangszeit erste, damals als spektakulär empfundene Erfolge wie das schnelle Lösen von Rechenaufgaben zu der Annahme verleitete, Computer könnten alles, was das menschliche Gehirn kann, nur schneller und zuverlässiger, überwiegt heute das Bewusstsein, dass Computer mit für Menschen selbstverständlichen Aufgaben ihre Schwierigkeiten haben.
Weit sind sie davon entfernt, beim Verstehen von Sprache oder dem Wiedererkennen von Gesichtern dem Menschen gleichzukommen (siehe Seite 110). Computer machen also, so scheint es, dem menschlichen Hirn den Rang nur in eng begrenzten Bereichen streitig.
Intelligenz in der Software
Der Computer ist heute ein ganz normales Arbeitsgerät. Da die meisten Menschen täglich mit dem Wunderding früherer Generationen arbeiten, hat sich auch herumgesprochen, dass die Elektronengehirne an sich nicht intelligent sind, allenfalls die darauf laufende Software. Die Simulationssoftware Consideo ist ein Programm, auf die das Attribut intelligent gut passt. Die Anwendung hilft dabei, herauszufinden, welche Regeln hinter komplexen Systemen stecken, und errechnet daraus deren Zukunft. Dabei kann es sich um Tierpopulationen, Marktszenarien oder einfach nur den eigenen Kontostand handeln. Mehr verrät der Artikel ab Seite 48.
Management-Qualitäten
Auch das Softwaremanagement einer Linux-Distribution sollte sich intelligent verhalten. Wer einmal mit RPM oder Dpkg auf der Kommandozeile der Abhängigkeitshölle zu entfliehen versuchte, der weiß, dass es neben echten Auswegen auch Irrwege gibt. So existiert möglicherweise eine Paketabhängigkeit in den Versionen 1.3.4 und 1.4.1, doch abhängigkeitsbedingt lässt sich nur die ältere installieren. Kommen die gängigen Paketmanager mit diesem Szenario klar? Die Bitparade ab Seite 64 beantwortet diese und andere Fragen.
Alltägliche Probleme
Weniger um komplexe Fragen künstlicher Intelligenz, sondern eher um die kleinen Problemchen im Alltag geht es in den Tooltipps ab Seite 70. Für das Überprüfen aller Links einer Site, zum Rippen von CDs, für das Herunterladen langer Dateilisten und weitere Fälle aus der Praxis gibt es dort praktische kleine Programme.
Die umfangreiche Lotus-Notes-Suite hingegen ist alles andere als ein Tool für einen eng begrenzten Zweck. Mit seiner Version 8 läuft das Groupware-Urgestein nun erstmals nativ auf dem Linux-Desktop. Ob die Software das Zeug hat, ihrer langen Erfolgsgeschichte nun auch ein Linux-Kapitel hinzuzufügen, überprüft der Artikel ab 58.




