Diese Projekteküche stellt Squirrel-SQL vor, ein umfangreiches und trotzdem einfach zu bedienendes grafisches Tool zur Datenbankverwaltung. Das Java-Programm, das über JDBC mit 26 verschiedenen Datenbank-Engines zusammenarbeitet, enthält einen Objektbrowser und einen leistungsfähigen SQL-Editor.
Grafische Frontends bieten gegenüber der Datenbankkonsole gewichtige Vorteile: Sie verschaffen einen schnellen Überblick über vorhandene Tabellen. Auch wer sich nicht gründlich genug mit dem SLQ-Dialekt einer Datenbank auskennt, kommt mit einen Frontend zum Erfolg und kann Einträge editieren oder den Aufbau von Tabellen verändern. Beim Schreiben von SQL-Abfragen helfen dem Anwender eingebaute Editoren. Squirrel-SQL [1] vereinigt alles unter einer durchdachten Oberfläche und macht als freies Programm in dieser Softwaregattung einen sehr guten Eindruck.
Kontaktfreudig
Squirrel-SQL ist eine Java-Anwendung, die über JDBC viele Datenbanktypen unterstützt: 26 Engines, darunter Schwergewichte wie IBM DB2, Oracle, PostgreSQL, Informix, Firebird, HSQL, MySQL sowie Microsoft SQL Server und Access, haben die Programmautoren getestet [2]. Damit Squirrel-SQL mit einer bestimmten Datenbank-Engine Kontakt aufnehmen kann, muss der Anwender zunächst den Pfad zur Jar-Datei des JDBC-Treibers einstellen. Da diese meist nicht im Installationspaket der Datenbank enthalten ist, öffnet ein Button im Treiberdialog die Webseite für den Download.
Angepasst
Nach dem Anmelden bei der Datenbank zeigt Squirrel-SQL einen Objektbrowser (Abbildung 1). Dieser bietet je nach Objekt wichtige Informationen an: Auf der Datenbankebene listet Squirrel-SQL zum Beispiel Serverprozesse und -logs. Auf Tabellenebene zeigt die Anwendung neben Tabellenfeldern und -inhalten auch Informationen zu den Keys und deren Verknüpfungen sowie zu den Indices.

Abbildung 1: Datenbankstrukturen im Griff: Der Objektbrowser in Squirrel-SQL zeigt nicht nur Informationen wie Tabellenaufbau und -inhalt sowie Indices an, er enthält auch leistungsfähige Bearbeitungswerkzeuge.
Die Baumgrafik des Datenbankschemas (Abbildung 1) ist hilfreich, um den Aufbau einer Datenbank zu verstehen. Richtig nützlich wird ein grafisches Tool zur Datenbankverwaltung jedoch erst, wenn es das Anpassen von Datenbankstruktur und -inhalt erleichtert. Auch hierfür bietet Squirrel-SQL entsprechende Funktionen: Es kopiert Tabellen und fügt sie in eine andere Datenbank ein. Alternativ erstellt die Anwendung SQL-Code, der das Tabellenschema oder den -inhalt repliziert, eine neue Zeile erstellt oder die Tabelle samt Inhalt löscht.
Ist eine Tabelle im Objektbrowser aktiv, zeigt der Reiter »Content« deren Inhalt. Ein Rechtsklick auf die Tabellenansicht kopiert die ausgewählten Felder als Tabulator-formatierte oder als HTML-Tabelle in die Zwischenablage. Alternativ exportiert das Programm den Inhalt als CSV- oder Exel-Datei. Bei Feldern, die einen langen Text oder Text mit Zeilenumbrüchen enthalten, öffnet ein Doppelklick ein eigenes Fenster. Um bei Tabellen mit vielen Zeilen den Überblick zu erleichtern, kann der Anwender die Anzeige durch »WHERE«-Klauseln einschränken oder mit Hilfe von »ORDER BY«-Anweisungen sortieren.
Um versehentlichen Änderungen vorzubeugen, ist der Inhalt der Tabellen zunächst schreibgeschützt. Die Option »Bearbeitbar machen« hebt diese Einschränkung auf. Ein Doppelklick auf das Feld öffnet einen durch den farbigen Fensterhintergrund vom Viewer unterscheidbaren Editor (Abbildung 2).

Abbildung 2: Der SQL-Editor von Squirrel-SQL bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie die Editoren guter IDEs: Syntaxhighlighting und Autocompletion sowie eine Suchen-und-Ersetzen-Funktion assistieren beim Erstellen komplexer Abfragen. Bookmarks halten oft benötigte Codeschnipsel griffbereit.
Squirrel-SQL passt auch das Layout der Datenbank an: Ein Rechtsklick im Objektbrowser stellt unter »Refaktoring« Befehle zum Anpassen der Keys sowie zum Hinzufügen, Löschen und Bearbeiten von Feldern zur Verfügung. Auch hier erzeugt Squirrel-SQL auf Wunsch SQL-Code statt die Änderungen direkt auf die Datenbank anzuwenden.
SQL leicht gemacht
Den Editierfunktionen, die auch ein Anwender mit geringen SQL-Kenntnissen bedienen kann, stellt Squirrel-SQL einen SQL-Editor zur Seite: Syntaxhighlighting und eine automatische Vervollständigung erleichtern das Schreiben des Code. »Formatiere SQL« macht lange SQL-Statements lesbar. Der Editor sichert die Fensterinhalte als Textdatei oder als neue Tabelle in der Datenbank. Bookmarks erlauben schnellen Zugriff auf Code-Ausschnitte. Squirrel-SQL überprüft den Code außerdem mit Hilfe des Onlinedienstes Mimer-Validator [3] auf Standardkonformität. Nach jeder Select-Abfrage zeigt Squirrel-SQL das Ergebnis als Tabelle, die Laufzeiten der Abfrage oder, wenn die Ausführung fehlschlug, die Fehlermeldung der Datenbank. Die Ergebnisse kopiert das Programm als Tabulator-formatierte oder als HTML-Tabelle in die Zwischenablage oder exportiert sie in CSV- oder Exel-Dateien.
Mit dem Objektbrowser gewinnt der Anwender schnell einen Überblick, welche Tabellen eine Datenbank enthält und aus welchen Feldern sie bestehen. Die Schlüsselrelationen, ein wesentlicher Teil der Datenbankstruktur, bleiben dabei jedoch außen vor. Abhilfe schafft die »Table Graph«-Funktion, sie erstellt für zuvor ausgewählte Tabellen eine grafische Übersicht über Tabellenfelder und deren Relationen, sofern die Datenbank-Engine Schlüsselverknüpfungen kennt (Abbildung 3).

Abbildung 3: Eine grafische Übersicht über die Relationen einer Datenbank hilft beim Verständnis der Struktur. Squirrel-SQL kann die Grafen als XML-Dateien exportieren und als Grafiken speichern.
Insgesamt erweist sich Squirrel-SQL als ein Programm mit großem Leistungsumfang, dessen Features durchdacht und gut zu bedienen sind. Angenehm für das Auge ist die Skin-Funktion, die das Java-Metal-Thema durch ansprechendere Alternativen ersetzt.
Makkaroniauflauf
Ein sättigender Makkaroniauflauf ist schnell zubereitet und mit etwas Glück gerade dann, wenn das Datenbank-Backup durchgelaufen ist, fertig gebacken. Die Zutaten: 300g Makkaroni, eine Zwiebel, 250g Tomaten, 200g gekochter Schinken, 20g Butter, etwas ÖL, ein halbes Bund Petersilie, etwas Salz und Pfeffer, 80g geriebener Emmentaler, drei Eier, ein Viertelliter Milch, zwei Esslöffel Semmelbrösel.
Zur Zubereitung die Makkaroni in kochendes Salzwasser geben und nach Packungsaufschrift kochen. Die Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden. Tomaten und Schinken ebenfalls würfeln. Die Zwiebeln etwa zwei Minuten lang glasig dünsten. Schinken- und Tomatenwürfel zugeben und noch fünf Minuten gemeinsam schmoren lassen. Die geschmorten Zutaten mit Petersilie, Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen.
Zusammen mit 50g Emmentaler und den Makkaroni in eine mit Öl eingefettete Auflaufform geben. Milch und Eier verquirlen, über den Auflauf gießen, den Rest des Emmentalers, Semmelbrösel und Butter in kleinen Stücken darüber verteilen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad etwa 30 Minuten lang backen.
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Infos |
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[1] Squirrel-SQL: [http://squirrel-sql.sourceforge.net] [2] Unterstützte Datenbank-Engines: [http://squirrel-sql.sourceforge.net/index.php?page=faq#faq0] [3] Online-SQL-Validierung: [http://developer.mimer.com/validator] |






