Paketmanager Apt erreicht Version 1.0

Nach genau 16 Jahren hat das Apt-Entwicklerteam am 1. April 2014 die Version 1.0 von Apt angekündigt. Für die Entwickler um Michael Vogt ein Grund zu feiern, aber kein Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen.

Am 1. April 1998 kündigte Brian White die Paketverwaltung Apt (A Package Tool) auf der Debian-Entwicklermailingliste an, was sich nicht als Aprilscherz herausstellte. Auch die Ankündigung der Version 1.0 von Apt fiel dementsprechend auf den 1. April. Wie Maintainer Michael Vogt gegenüber dem Linux-Magazin erklärte, sei man im Projekt schon länger der Meinung, dass Apt stabil und gut sei. Den 16. Geburtstag habe man unter anderem wegen der binären Schreibweise (10000) gewählt, mit der neuen Version kommen aber auch ein paar Neuerungen.

Das neue “apt”-Kommando vereint die Befehle “apt-get” und “apt-cache” in sich, ohne die beiden jedoch abzulösen. Wer “apt” verwendet, erhält beim Installieren von Paketen einen Fortschrittsbalken im Text-Interface, der Befehl “apt upgrade” installiert nun auch neue Pakete im Gegensatz zu “apt-get upgrade”.

Weitere neue Kommandos sind “apt list”, das über den Zusatz “–upgradable” aktualisierbare Pakete auflistet. Über “apt edit-sources” lässt sich prüfen, ob eine von Hand geänderte “sources.list” noch den Konventionen entspricht. Der Befehl “apt show” spart sich die Anzeige von Konfigurationsfiles und Hashes und “apt search” sortiert Fundstücke alphabetisch.

Sämtliche Änderungen lassen sich im Launchpad-Repository nachlesen, dort wartet auch der Quellcode der Version 1.0.

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