Die Bayerische Akademie der Wissenschaften meldet einen neuen Meilenstein in Sachen HPC: Man habe den neuen Rechencluster des Zentrums für Teilchen-und Astrophysik (C2PAP) des Exzellenzclusters Universe am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Betrieb genommen. Der soll “die Astro- und Teilchenphysiker aller acht Exzellenzcluster Universe-Partnerinstitute bei der schnellen Gewinnung von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen” unterstützen. Mit im Boot sind IBM, die Münchner Universitäten und Max-Planck-Institute.
Komplexe Simulationen auf der Basis theoretischer Modelle werden für die Wissenschaftler immer wichtiger, erklärt der Betreiber des LRZ, die bayerische Akadmie der Wissenschaften, in einer Pressemitteilung und spannt den Bogen vom CERN, dem Large Hadron Collider (LHC) bis hin zu aktuellen Großprojekten “wie etwa dem Dark Energy Survey (DES), dem Südpolteleskop (SPT), der Planck-Mission, E-Rosita, Euclid und LOFAR, die das Weltall mit einer bisher unerreichten Genauigkeit untersuchen”. All diese Großprojekte brauchen enorme Rechenleistung, und deshalb ging jetzt planmäßig das “rechnergestützte Zentrum für Teilchen- und Astrophysik (Computational Center for Particle and Astrophysics, C2PAP) in Betrieb.
IBM liefert 128 Sandy-Bridge-Knoten
Dort habe IBM zusammen mit dem Exzellenzcluster Universe und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 128 Intel Sandy-Bridge-Rechenknoten und die Hardware für ein Mellanox FDR-Infiniband-Hochgeschwindigkeitsnetz aufgebaut und im Juli in Betrieb genommen. “Der vom LRZ betriebene und administrierte C2PAP-Rechencluster verfügt damit über mehr als 2.000 Rechenkerne, die im Wesentlichen High-Memory-Ausführungen derjenigen des Supercomputers Super MUC sind”. Bereits jetzt können Wissenschaftler dort Daten aus Experimenten verarbeiten, analyiseren oder auch kalibrieren, schreibt der Auftraggeber. Der Rechencluster sei in die Infrastruktur des Rechenzentrums integriert (was durch die Ähnlichkeit seiner Architektur zu Super MUC deutlich erleichtert werde) und liefere eine 60 GBit/s-Verbindung zu dem 10-Petabyte GPFS-Dateisystem am Super MUC, ein eigenes paralleles GPFS-Dateisystem mit einer Kapazität von etwa 300 Terabyte bringe er aber auch mit.
Unis und Max-Planck-Institute
Der federführende Exzellenzcluster hat sich seit seiner Gründung 2006 nache eigener Aussage zu “einem der weltweit größten und aktivsten Forschungszentren auf den Gebieten der Kern- und Teilchenphysik, Astrophysik und Kosmologie entwickelt.” In ihm kooperieren Forscher der beiden Münchener Universitäten, aber auch die Max-Planck-Institute für Physik (MPP), Astrophysik (MPA), extraterrestrische Physik (MPE) und Plasmaphysik (IPP), sowie die Europäische Südsternwarte (ESO) und das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) selbst.




