3D-Drucker, neueste Desktops und ein Kernel 3.9 – dazu jede Menge topaktueller Software, zahlreiche Treiber und die neuesten Linux-Features, das ist Fedora 19, das das Red Hat nahestehende Projekt heute veröffentlicht hat.
Nach der Spherical Cow (Fedora 18) kommt mit Fedora 19 “Schrödingers Katze” planmäßig auf die Desktops vieler Linux-Geeks: Die Fedora-Entwickler haben neuerdings offensichtlich ein Faible für physikalisch angehauchte Wortspiele. Doch mit der stets gleichzeitig lebendigen und toten Katze (solange niemand nachschaut) hat das neueste Desktop-Linux der freien Red-Hat-Community wenig gemeinsam.
Neueste Desktops
Die Linux-Distribution mit dem blauen Logo und dem Hut im Namen bringt jede Menge Neues: KDE 4.10, Gnome 3.8, PHP 5.5, Ruby 2.0.0, zahlreiche Tools für 3-D-Drucker, Systemd 204, Open Shift und Open Stack (Grizzly). Wer die Standard-Desktops nicht mag, greift zu Mate (1.6), Sugar, LXDE oder XFCE (beide in 4.10 dabei), oder zum Gnome Classic Mode. Einen ausführlichen Überblick über die Neuerungen bieten die Release Notes mit der kompletten Feature List. Unter der Haube arbeiten GCC 4.8 und ein Kernel 3.9 mit optionalen Servern wie Bind10, Cups 1.6,Node.js und Spice-QXL-Treibern.
Arbeit: Atom und Anaconda
Im Linux-Magazin-Kurztest überzeugte Fedora 19 mit sehr kurzen Bootzeiten und hoher Stabilität – sowohl unter KDE als auch Gnome, auf Desktops und Notebooks. Nur auf einem Dual-Core-Atom-Nettop ruckelten Flash-Videos, die Ubuntu 12.04 auf dem gleichen System ansonsten problemlos darstellt. Die Installation (auch aus diversen Live-CDs möglich) übernimmt der GUI-Installer Anaconda, der allerdings Newbies (vor allem bei der Partionierung) deutlich überfordern dürfte. Bis Fedora 20 haben die Entwickler Zeit, auch den für Einsteiger zu überarbeiten, die nächste Version der Distribution ist für November geplant.





