Turnkey-Linux ist in der Maintenance-Version 12.1 erschienen. Die wurde erstmals mit Tkldev gebaut, einem neuen Build System und aktualisiert zahlreiche der vorkonfigurierten Internetdienste.
Turnkey-Linux ist eine Sammlung von Virtual Appliances, also vorkonfigurierten Internet-Diensten, die auf Debian laufen und sich für den Einsatz in Cloud-Umgebungen und virtuellen Maschinen eignen.
Das neue Build-System Tkldev soll das Core-Entwickler-Team entlasten und mit einer Fabrication Appliance dafür sorgen, dass Entwickler ihre Turnkey-Appliances selbst aus dem Quellcode bauen können. Das neue System wird nun beim Erstellen der nächsten Version 13 als auch der aktuellen Version 12.1 eingesetzt.
Nutzern der Headless-Versionen von Open Stack, Xen and Open VZ haben die Entwickler das Leben ein wenig erleichtert. Bisher ließ sich turnkey-init beim ersten Booten nicht starten, weil eine Konsole fehlte, um mit dem User zu interagieren. Stattdessen setzte man auf Standardpasswörter. Nun wurde mit Iptables eine Art “Zaun” um die Appliance gelegt, welcher den Admin beim Initialisieren von Turnkey auf ein Mini-Tutorial leitet, das erklärt, wie man einen Root-Benutzer einrichtet.
Neu ist auch, dass die Webseite ab Version 12.1 die 64-Bit-Images verlinkt, die 32-Bit-Varianten gibt es weiterhin auf Sourceforge. Das Basis-System wurde von Debian Squeeze 6.0.5 auf 6.0.7 aktualisiert, zudem wurden 71 Appliances direkt aus dem aktuellsten Quellcode der Projekte gebaut, anstatt die Versionen aus dem Debian-Paketsystem zu verwenden. Zu den bekannteren, vorkonfigurierten Systemen gehören Django, Drupal, Etherpad, Magento, Jenkins und Joomla.
Dreißig weitere Appliances stecken weiterhin in Debians Paketmanager und werden vom Debian-Projekt mit Security-Updates versorgt. Sie bringen daher keine Updates mit. Zu ihnen gehören Bugzilla, CouchDB, Tomcat, MySQL, Mediawiki und MongoDB. Die komplette Liste mit unterstützten virtuellen Appliances, die Turnkey 12.1 an Bord hat, gibt es im Blog auf der Webseite.



