Miguel de Icasa wendet sich von Linux ab

In einem Blog-Beitrag hat der Vater von GNOME und Mono jetzt seinen Umstieg auf Mac OS X bekannt gegeben.

Ohne es zu merken, hätte er seinen Linux-Computer seit 2012 nicht mehr eingeschaltet. Heute würde er jedem neuen Nutzer einen Mac empfehlen, auch alle von ihm verschenkten Computer wären Macs gewesen. An Linux kritisiert Miguel de Icasa vor allem die starke Fragmentierung von Linux als Plattform, die vielen inkompatiblen Distributionen und die Inkompatibilitäten zwischen einzelnen Versionen einer Distribution.

Das Schlüsselerlebnis soll schließlich ein Brasilien-Urlaub vor etwa sechs Jahren gewesen sein. Sein mitgenommenes Mac-Notebook hätte ohne Probleme in den Energiesparmodus gewechselt, WLAN hätte einfach funktioniert und der Audio-Treiber nicht mittendrin den Betrieb eingestellt.

Im Gegensatz zu seinem ThinkPad mit Linux hätte er in den drei Wochen Urlaub weder den Kernel neu kompilieren, noch mit den Videotreibern kämpfen müssen. Des Weiteren habe er nicht nach passenden Paketformaten hinterherrennen müssen, als Binaries ausgelieferte Programme hätten auf seinem Mac einfach immer direkt funktioniert.

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Dr. Azrael Tod
8 Jahre her

Überraschung! Dafür muss man unter OSX dann halt Software nachkaufen um z. B. Line-In auf die Lautsprecher zu legen oder im Dateimanager einen Pfad kopieren/eingeben zu können. It just works!Es gibt Gründe warum Gnome3 imho absolut unbenutzbar ist, aber ich würde sagen mangelnde Orientierung an OSX zählt definitiv nicht dazu.Wenn ich ein geschlossenes System haben will das in 95% der Fälle funktioniert, nehme ich Windows oder OSX, wenn ich ein System will das ich für meinen speziellen Fall anpassen kann und das mit genug Aufwand in >99% der Fälle funktionieren muss, dann ist jedoch beides keine Option.

Myriam Schweingruber
8 Jahre her

Alles wass er bemängelt funktioniert auf meinem Linux-Rechner ohne Probleme. Und für die Fragmentierung ist er einer der Hauptverantwortlichen. Aber er war schon immer mehr an seiner eigenen Person interessiert als wirklich an Linux, also keine wirkliche Ueberraschung.

Niels Dettenbach
8 Jahre her

Nun, auch ich empfehle Endanwendern (nicht selten auch Geschäftsanwendern) – je nach Anwenderwünschen und Zielgruppe entweder bestimmte Linux-Distributionen oder einen “Apfel” mit Mac OSX. Ich selbst arbeite zu 95% unter Linux und *BSDs (auf Apple Hardware), zur Musikproduktion allerdings greife ich doch noch immer wieder auf Mac OSX zurück, obgleich sich im Bereich des “alten Stiefkindes” Audio/Videoproduktion in der Open Source Szene inzwischen einiges tut.Schön an Mac OSX ist, das es nicht nur Linux-Software betreiben kann, sondern auch mit MacPorts eine zu pkgsrc oder Free BSD Ports analoge source basierte “Softwareverwaltung” möglich macht und so relativ gut mit der Open… Mehr »

Rudi Meier
8 Jahre her

Wenn doch bloss alle freedesktop, Gnome und systemd Entwickler gleich auf Apple umsteigen würden anstatt diesen ganzen Unsinn in die Linux Distros zu prügeln …Dass Leute, die nicht mal ihr WLAN konfiguriert bekommen, massgeblich die Richtung der Entwicklung beeinflussen ist unerträglich.

Markus Franke
8 Jahre her

Ich kann ihm einzig und allein im Punkt der Fragmentierung zustimmen. Inkompatibilitäten zwischen verschiedenen Distributionen gehören zu den Hauptproblemen mit denen man in Zukunft klar kommen muss. Das sieht bei der neusten Generation Android-Smartphone und zukünftiger App-Kompatibilität nicht anders aus.

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