Wer Client- und Server-seitig im Web mitmischen will, braucht strapazierfähige Programmierbibliotheken, zündende Ideen, ein gerüttelt Maß an Know-how und – einen Browser. Folgerichtig beginnt dieser Linux-Magazin-Schwerpunkt mit einem strengen Test von Firefox, Konqueror, Opera & Co.
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Inhalt |
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28 | Browser-Vergleich Seit dem letzten Test im Linux-Magazin gibt es alle wichtigen Browser in neuen Versionen – ein guter Zeitpunkt für einen neuen Wettkampf. 36 | Firefox erweitern Extensions selber schreiben oder vorhandene anpassen. 40 | Scrapbook Beim Extended Firefox Contest 2006 gewann diese Erweiterung fürs Archivieren und Recherchieren im Web. 42 | Jetty und Comet Ajax-Webanwendungen harmonieren mit asynchroner Verarbeitung am Server, zum Beispiel mit Jetty und mit Comet. 46 | Ajax-Ärger Vorsicht vor der Usability-Falle: Bookmarks und der Back-Button verweigern die Zusammenarbeit mit Ajax. 50 | WLAN-Recht Verliert sich die Spur des Wardrivers, hält sich die Justiz an den WLAN-Besitzer. 52 | Openlaszlo Der freie Generator kompiliert XML, CSS und Javascript zu Flash-Bytecode. 56 | Web-Video Ein Wegweiser im Dschungel der Codecs, Server und Protokolle. |
Für den einen ist Web 2.0 die Demokratisierung der Netzkultur, ja der Weg zu einer besseren (Netz-)Gesellschaft. Für den anderen ist das Ganze eine Phantomdiskussion, weil dem Begriff Web 2.0 eine klare technische Definition fehlt. Beide Lager eint der Umstand, dass die gegenwärtig genutzten Techniken Handlungsbedarf erzeugen. Der Benutzer von Blogs, Community-Software, Web-Office-Programmen und ähnlich hippen Webanwendungen braucht einen Client, der die schönen neuen Funktionen auch korrekt und performant abbildet – einen Webbrowser.
Dem typischen Anwender im Unternehmen ist Netzkultur zwar ziemlich schnurz. Aber auch bei seiner ERP-, CRM- und Branchensoftware sowie bei Groupware geht der Trend zu Webanwendungen. Das ist wirtschaftlich sinnvoll, da sich die Betriebe so ein Stück von den Anbietern emanzipieren, beispielsweise beim Thema Betriebssysteme. Und was braucht jeder Anwender einer betrieblichen Webanwendung? Genau – einen modernen Browser.
Web-Wunder
So darf es nicht wundern, dass Browser-Hersteller und -Projekte mindestens einmal pro Jahr eine neue Version auflegen, mit neuen Features und dem Versprechen, schneller zu rendern als in der Vorversion und alle wichtigen Standards besser einzuhalten. Da mündige Konsumenten solchen Versprechen grundsätzlich eine gewisse Skepsis entgegenbringen sollten, prüft das Linux-Magazin regelmäßig die Browser, auch in diesem Schwerpunkt ab Seite 28.
Der neue Firefox 2.0 gehört im Testfeld zur Spitzengruppe. Ein Grund dafür sind seine vielen Extensions. Wem die verfügbaren nicht genügen, der verbessert eine vorhandene oder programmiert gleich eine eigene. Das gestaltet sich weniger aufwändig als gedacht, siehe Seite 38. Als preiswürdiges Vorbild mag hierfür Scrapbook dienen (Seite 40).
Mit der Ajax-Welle haben Webclients noch ihre liebe Not. Selbst wenn Rendering und Interaktion perfekt passen, versagen der Bookmark-Mechanismus und der Back-Button. Das ist nicht mal dem Browser anzulasten, wie der Artikel ab Seite 46 vorführt. Wer auf Ajax daher verzichten will, kommt mit Flash und Openlaszlo ans Ziel (Seite 52).
Mit der Ajax-Revolution am Client geht ein neues Lastprofil für Webserver einher: Statt komplette Seiten auszuliefern, reagieren sie auf viele Requests mit vielen kleinen Datenhappen. Das Stottern nimmt ihnen kein Proxy ab. Noch lästiger sind Anwendungen, deren Client die Verbindung offen hält und nur auf Daten wartet. Die hohe Zahl an Connections lässt Multi-Processing- und Multi-Threading-Server verzweifeln, weil sie pro Verbindung viele Ressourcen brauchen. Besser wären Event-gesteuerte Dienste. Wie das klappt, zeigen Jetty und der Comet-Daemon ab Seite 42.
Auch das dank You Tube, My Video & Co. zum Breitensport avancierte Video-Streaming fordert jede Menge technischer und lizenzrechtlicher Entscheidungen. Als Wegweiser durch den Wald an Codecs, Servern und Protokollen dient der Beitrag ab Seite 56.
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