Beide werden diesen, für Stockholmer Verhältnisse ungewöhnlich heißen Tag nie vergessen. Und das liegt nicht daran, dass ein dritter Teilnehmer desselben Sportereignisses noch an einem Hitzschlag sterben wird. Aber nacheinander: Wir schreiben 1912 und es sind gerade Olympische Sommerspiele in Schweden. Kenneth McArthur und Christian Gitsham starten beim Marathonlauf beide für Südafrika. Schnell liegen sie in Führung – ein erfahrenes und eingespieltes Team. Wenige Kilometer vor dem Ziel sind alle Verfolger weit abgeschlagen. Nichts kann mehr passieren.
Wie abgesprochen legt Gitsham jetzt einen Trinkstopp ein. Doch entgegen der Vereinbarung beider stoppt McArthur nicht auch. Er läuft – die Verblüffung seines Kollegen nutzend – weiter und weiter und weiter. Nun baut er den Vorsprung aus, baut ihn aaaaus und – gewinnt den Wettbewerb mit 58 Sekunden Vorsprung! Waaaahnsinn!
Wäre er nicht 1960 gestorben, würde Kenneth McArthur in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag feiern. Was für ein Jubiläum?! Das eines cleveren Gewinners? Das eines Kollegen-Schweins?
Vor genau 25 Jahren, am 12. August 1981, stellte IBM das Modell 5150 vor. Für alle, die an diesem Tag in New York nicht zufällig bei der Pressekonferenz dabei gewesen sind: Der Termin gilt als Geburtsstunde des IBM-PC. Dessen Betriebssystem kam von einem Garagenfirmeninhaber, einem gewissen Gates, der gewöhnlich aus irgendeinem Vorort von Seattle anreiste. Der 1600 Dollar billige, nicht nur nach heutigen Maßstäben ziemlich hässliche Kasten mit einer Intel-CPU 8088 war deshalb bemerkenswert, weil Big Blue Ein- und Nachbauten durch Dritte nicht verbot.
Die weitere Geschichte ist bekannt. Ist das heute ein Grund zu feiern? Aber klar! Trotz aller Designschwächen, die man aus “Kompatibilitätsgründen” so mühsam wieder los wird. Trotz Bills MS-DOS und trotz all der verprügelten Tastaturen. Herzlichen Glückwunsch, du Zeit raubender Blechkasten!
Dann vor 15 Jahren, am 25. August 1991, postete ein finnischer Student in die Minix-Newsgroup … Die Geschichte erzähl’ ich hier nicht, denn als Linux-Magazin-Leser kennen Sie die bestens. 15 Jahre Linux – Grund zu feiern? Dreimal ja! Denn Linux in seiner Vielfalt blüht und gedeiht – zumindest meistens. Ein echtes Positivbeispiel liefert Ubuntu ab, als Geburtstagsgeschenk zum 15ten steckt in jedem Linux-Magazin die neueste Server Edition. Natürlich ohne Preiserhöhung, wär’ ja sonst kein Geschenk.
Und da der Schampus grad’ offen ist: Diese Ausgabe macht 12
Jahre Linux-Magazin voll. Ein Grund zum





