Die “Vorschau” im letzten Heft orakelte unter der Überschrift “Vieles neu macht der Mai” schon davon – das Linux-Magazin unterzieht sich einer Frühjahrskur. Die Redaktion hat an den Rubriken geschraubt, eine neue kommt hinzu, eine entfällt und einige bekommen neue Namen und Plätze im Heft. In über elf Jahren Bewährtes bleibt natürlich erhalten. Um es mit Henry Ford zu sagen: “Nicht mit Erfindungen, sondern mit Verbesserungen macht man Vermögen.”
Nun sind Linux-Publikationen wenig geeignet, um ein Vermögen anzuhäufen. Richtig aber ist, dass knapp 100 Jahre nach Fords Tin Lizzy Autos noch immer Bremsen, vier Räder und einen Motor besitzen, aber nicht fliegen können und aufmerksame Fahrerinnen oder Fahrer benötigen. Andererseits haben heutige Autos ABS, Airbags, Verbundscheiben und eine elektronische Motorsteuerung.
Um im Bild zu bleiben: Ab sofort bekommen Linux-Magazin-Leser serienmäßig eine geregelte, schadstofffreie Klimaanlage in Form der neuen Rubrik “Software”, ohne Aufpreis versteht sich. Die Mehrheit der besprochenen Tools und Programme wird freie Software sein, gelegentlich mischen sich ein paar proprietäre darunter; Linux lebt ja nicht unter einer Käseglocke. Jedes Heft wird zudem eine “Bitparade” abnehmen, im Kern ist das ein Vergleichstest innerhalb einer Softwaregattung. Die Redaktion bewertet dabei nur ausgesuchte Ausstattungskriterien, um seriös vergleichen zu können. Beispiel X-Terminals ab Seite 64, wo Schriftdarstellung, Transparenz und Performance im Vordergrund stehen.
Das zweite wiederkehrende Software-Element sind die “Tooltipps”, die in bunter Mischung Werkzeuge und Applikationen in knapper Form vorstellen und beurteilen (Seite 66). Die Bewertung erfolgt nach einem Sterne-Schema von null (ärgerliches, miserables Machwerk) bis fünf (einfach genial). In die Wertung fließen Originalität, Funktionsumfang, Stabilität und Reife sowie die Usability ein. Die Redaktion freut sich über Tooltipps-Vorschläge per Mail: [redaktion@linux-magazin.de]
Ein bisschen Systematik muss sein: Wo es Software gibt, muss auch Hardware ihr Plätzchen finden – in diesem Heft ab Seite 82 in der gleichnamigen Rubrik. Diesmal geht es um ein günstiges Linux-GSM-Smartphone, das neben Touchscreen und Handschriftenerkennung sogar eine GPS-Navigation eingebaut hat. An gleicher Stelle könnten auch Praxistests von Standardkomponenten wie Grafikkarten oder Raid-Controllern stehen, aber genauso mehr oder weniger fröhliche Bastelanleitungen für blinkende oder sich brummend drehende PC-Erweiterungen. Gleiches gilt für Embedded-Linux-Projekte, für die man eine Bastelkiste, aber kein Messtechniklabor braucht.
Damit die Übersichtlichkeit des Linux-Magazins nicht unter
zu vielen Rubriken leidet, hat die Redaktion die Rubrik
“Report” beerdigt. Keine Besorgnis: Beliebte
Institutionen wie der “Rechtsrat” kommen nicht mit
unter die Erd





