Desktop Summit geht in zweite Hälfte: Fazit und Awards

Auch eine Gnome-Tradition: Der Traveling Pants Award. Die "wandernden" Cargohosen gingen dieses Jahr an Matthias Clasen.

In der gemeinsamen Abschlussveranstaltung des Konferenzprogramms zog Organisator Mirko Böhm sein persönliches Fazit, dazu gab es Preise und eine Hose für ausgewählte Projekte.

Mit viel Beifall beendete am Montag abend Mirko Böhm ganz offiziell das Vortragsprogramm des KDE und Gnome Desktop Summits 2011 in Berlin. Neben den berühmten Cargo-Hosen (“Traveling Pants”) von Gnome für Mathias Claasens gab es den “Berlin’s Future is open”-Preis der Stadt Berlin für Open Project und die “Akademy Awards” von KDE (übrigens ein Wortspiel mit den Oscars der Filmbranche) für Tom Albers, Martin Gräßling und für Organisator Mirko Böhm selbst. Von Hauptsponsor Intel gab es Laptops für die Gewinner einer Verlosung.

Auch eine Gnome-Tradition: Der Traveling Pants Award. Die "wandernden" Cargohosen gingen dieses Jahr an Matthias Clasen.

Auch eine Gnome-Tradition: Der Traveling Pants Award. Die “wandernden” Cargohosen gingen dieses Jahr an Matthias Clasen.

Böhm selbst fasste die wichtigsten Ergebnisse des Vortragprogramms zusammen: “Wir hatten keine schlechten Nachrichten, so oft auch die Presse nachgefragt hat”, betont Böhm. “Dafür haben sich die Damen in der Garderobe bei der Beach Party gewundert. Das hatten die noch nie erlebt: Nur 2 Jacken, aber 150 Rucksäcke mit Notebooks”. Von den tausend angemeldeten Besuchern seien bereits an den ersten beiden Tagen über 700 anwesend gewesen, und der weitere Weg sei klar: “Wir werden über den Desktop-Computer hinausgehen auf andere Plattformen.”

Lydia Pintscher (KDE) und Seif Lotfy (Gnome) über "Working together" - wie KDE und Gnome zusammenarbeiten.

Lydia Pintscher (KDE) und Seif Lotfy (Gnome) über “Working together” – wie KDE und Gnome zusammenarbeiten.

In einem gemeinsamen Vortrag hatten zuvor auch Lydia Pintscher (KDE) und Seif Lotfy (Gnome) vorher viele Beispiele für erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Projekte genannt, aber auch notwendige Veränderungen angemahnt. Wichtig sei es beispielsweise, die Unterscheidung zwischen Gesetz und Moral ernst zu nehmen, klar zu definieren, ob ein Projekt demokratisch, nach Verdienst (meritokratisch) oder in Form einer Diktatur geleitet werde. Und: “Wir müssen anfangen, zu analysieren, warum Leute OSS-Projekte verlassen, damit wir noch besser werden können.”, so Lydia Pintscher.

Am Dienstag finden die Mitgliederversammlungen der Gnome Foundation und des KDE e.V. statt, ehe Mittwoch und Donnerstag ganz im Zeichen von BoFs und Workshops stehen.

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