Schweizer Kanton trennt sich wegen Linux vom IT-Chef

Der für die Linux- und IT-Strategie des Kantons Solothurn verantwortliche Chef Kurt Bader verlässt zum Ende des Monats seinen Posten. Der Weggang erfolge “in gegenseitigem Einvernehmen” .

Trotz Baders Einsatz für freie Software sollte die Gerichtsverwaltung auf neue Windows-Systeme aufgerüstet werden. Diese Entscheidung wollte Bader nicht gutheißen. Das Finanzdepartement hat ihn deshalb zum Ende des Juni freigestellt.

Bader war als Linux-Hardliner bekannt und wesentlich für die Umstellung der kompletten Server- und Desktop-Infrastruktur auf Linux verantwortlich. Sein kompromissloses Vorgehen und das neue Betriebssystem stießen bei den Angestellten nicht immer auf Gegenliebe. Bader betonte aber stets, dass die Migration die versprochene Kosteneinsparung erbringe und sich sämtliche Probleme lösen ließen. Wie das Oltener Tagblatt nun meldet, hat sich der Chef des Finanzdepartements, Christian Wanner, von Kurt Bader getrennt. Generell wolle die Verwaltung an der Linux-Strategie festhalten, heißt es sinngemäß, aber nicht um jeden Preis.

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