Für Serverbetreiber ist die LTS-Ausgabe von Ubuntu von besonderer Bedeutung. Die Server-Distribution bietet einen Business-tauglichen Maintenance-Zeitraum von 5 Jahren, und das auch ohne Subskriptionsgebühren.
Canonical bedient mit Lucid Lynx Server unter anderem den derzeitigen Trend Cloud Computing. Das Server-Image gibt es in Versionen für Amazons Elastic-Cloud-Dienst (EC2). Daneben eignet es sich, um im Unternehmen eine eigene Cloud-Infrastruktur auf die Beine zu stellen, wozu die Open-Source-Software Eucalyptus dient. Sie ist in der neuen Release in Version 1.6.2 an Bord. Mit Canonical-Branding nennt sich das Ubuntu Enterprise Cloud (UEC).
Ubuntu 10.04 LTS aktualisiert den MySQL-Server auf Version 5.1. Achtung: Wer die MySQL Cluster Engine (NDB-Engine) einsetzt, benötigt das neue Paket “mysql-cluster-server”. Die Paket für Suns Java 6 fehlen im Multiverse-Repository des neuen Ubuntu, die empfohlene freie Java-Umgebung befindet sich im Paket “openjdk-6”. Anwender, die Suns proprietäre Version benötigen, finden sie nun im Partner-Repository, das sich mit folgenden Kommandozeile zu den Software-Quellen hinzufügen lässt.
add-apt-repository "deb http://archive.canonical.com/ lucid partner"
Likewise-Open, das Active-Directory-Anbindung für Linux herstellt, ist in Version 5.4 ins neue Ubuntu gekommen. Upgrades sind von Version 4 (in Ubuntu 8.04 LTS), 4.1 (in Ubuntu 9.10) und den “likewise-open5”-Paketen im Universe-Repository möglich. Weitere Änderungen: Der Server gibt die Meldungen seiner Startskripte nicht mehr auf Tty1, sondern Tty7 aus. Für viele Dienste gibt es nun vorgefertigte Apparmor-Profile.




