Linux-Tablet: Wepad zum Zeitunglesen

Das Wepad will auf den deutschen Markt.

Das Wepad ist ein Linux-basiertes Tablet mit 11,6-Zoll-Touchscreen und Atom N450. Gestern wurde das in Deutschland entwickelte Gerät offiziell vorgestellt.

Das Wepad ist eine Entwicklung der Firmen Neofonie aus Berlin und 4tiitoo aus München. Das rund 800g schwere Tablet soll die Zeitungsbranche revolutionieren. Den Anfang macht in Deutschland der Stern, die Ringier-Gruppe aus der Schweiz will mit den Titeln Schweizer Illustrierte und Cicero Inhalte für das WePad produzieren

Update: In der ursprünglichen Meldung war an dieser Stelle und im Titel von Android als Betriebssystem die Rede, das haben wir korrigiert.

Auch aus Linux-Sicht ist das WePad ein durchwegs interessantes Gerät. Als Betriebssystem kommt Wepad OS zum Einsatz, ein Linux mit touch-basierter Benutzeroberfläche. Applikationen laufen darauf nativ oder in einem speziellen Layer, darunter auch Android-Anwendungen.

Die Netbook-Hardware mit einem Atom N450, 1 GByte Hauptspeicher und 16 bzw. 32 GByte Flashspeicher dürfte sich für praktisch jede Linux-Distribution eignen, sofern es einen freien Treiber für den Touchscreen mit 1366 x 768 Pixeln gibt. Obwohl man für die meisten Programme auf eine proprietäre Lösung über Adobe Air baut, soll das Wepad auch für sämtliche Android-Apps und generische Linux-Anwendungen offen sein. Die Akku-Laufzeit soll bei rund 6 Stunden liegen. Hier hat das iPad dank einer ARM-CPU und dem kleineren Display mit rund 10 Stunden Laufzeit die Nase vorne.

Das Wepad will auf den deutschen Markt.

Das Wepad will auf den deutschen Markt.

Neben dem Standardmodell mit Bluetooth, WiFi und einer 1,3 Megapixel-Webcam, das rund 450 Euro kosten soll, will man auch eine 3G-Version anbieten, die zusätzlich einen GPS-Empfänger mitbringt. Dieses Modell Wepad 3G soll rund 570 Euro kosten und neben den 3G-Funktionalitäten auch Full-HD-Videos abspielen. Über Subventionen durch die Zeitungsverleger soll das Gerät auch deutlich unter diesen offiziellen Preisen angeboten werden.

Die kompletten Spezifikationen gibt es auf der Neofonie-Homepage als PDF-Dokument

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