Wie die Financial Times berichtet, die sich dabei auf die Aussagen von mehr als einem Dutzend ehemaliger und aktueller Mitarbeiter von OpenAI stützt, will sich das Unternehmen stärker auf Geschäftskunden konzentrieren und auch seinen populären Chatbot ChatGPT radikal umbauen.
In die neue App will OpenAI vor allem solche Produkte integrieren, die höhere Margen garantieren als der einfache Chat. Darunter fällt vor allem der Programmierassistent Codex. Dessen Nutzerzahl soll sich seit der Einführung einer Desktop-Anwendung im Februar versechsfacht haben und nun bei mehr als fünf Millionen wöchentlich aktiven Nutzern liegen.
Thibault Sottiaux, der zuvor für Codex verantwortlich war und jetzt die gesamte Sparte für Kernprodukte und Plattformen bei OpenAI leitet, erläutert in der Financial Times (Paywall): “Wir arbeiten auf ein System hin, bei dem man einen eigenen persönlichen Agenten hat, der einen unterstützen kann – in allen Lebensbereichen, sei es privat oder beruflich”. Eine neue Benutzeroberfläche soll Anwender gezielt zu Programmierwerkzeugen, zur Bildgenerierung und zu Anwendungen von Partnern wie Canva und Booking.com führen. Langfristig will man sogar weitgehend auf Prompts verzichten können und die Intentionen des Nutzers automatisch erkennen.
Die OpenAI-Mitarbeiter verfolgen dabei die Idee, dass in Zukunft nur noch ein einziger Assistent alle Bedürfnisse des Anwenders bedienen kann und ein Wechsel zwischen verschiedenen Werkzeugen nicht mehr nötig sein wird.



