Apple schließt sein ZFS-Projekt

Das von Sun entwickelte freie ZFS Filesystem gilt als eines der besten Dateisysteme und sollte eigentlich Teil des neuesten Mac OS X werden. Jetzt verabschiedet sich Apple komplett von ZFS.

Eine der großen Enttäuschungen für ZFS-Fans von Apple war die Tatsache, dass das neue Snow Leopard nicht einmal mehr einen Read-Only-Treiber für ZFS mitbrachte. Von den Plänen, ZFS als Standarddateisystem zu benutzen, hatte sich Apple somit schon länger verabschiedet. Jetzt schlug auch dem freien Projekt das letzte Stündchen, wie Osnews.com berichtet:

The ZFS project has been discontinued. The mailing list and repository will also be removed shortly.

Heißt es schlicht auf der Macosforge-Projektseite, eine Erklärung bleibt Apple wie so oft schuldig. Spekulationen gehen davon aus, dass es lizenz- und/oder patentrechtliche Probleme sein könnten, die Apple zum Schritt bewegt haben (Sun wird derzeit von NetApp verklagt), eventuell arbeitet das Mac-OS-Team aber auch an einem eigenen Dateisystem.

ZFS war lange Zeit auch für Linux im Gespräch, aus lizenzrechtlichen Gründen lässt es sich aber nicht direkt in den Kernel integrieren. Mit Btrfs steht zudem ein ähnlich mächtiges Dateisystem zur Verfügung, das komplett unter einer freien Lizenz steht. Btrfs wird unter der Regie von Chris Mason bei Oracle entwickelt, ZFS stammt von Sun.

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