Aus Linux-Magazin 08/2009

In eigener DVD-Sache

Mit dem vorletzten Ausgabe startete das Linux-Magazin ein neues DVD-Konzept. Diesmal bekommen Kioskkäufer und Abonnenten der DELUG-Ausgabe GRML als Recovery-Distribution, Debian 5.0 Forensic Edition und FreeBSD als virtualisiertes VMware-Image .

Inhalt
46 | Bitparade

SIP-Clients gegen Skype – Vergleichstest von VoIP-Programmen
mit und ohne Videofunktion.

52 | Postfix 2.6

Das erschienene Release besitzt einen neuen Anti-Stress-Schutz, der
Überlastsituationen selbst erkennt und Gegenmaßnahmen
einleitet.

56 | Tooltipps

Im Kurztest: Unssh 1.3, Procps 3.2.8, Cout 1.0.4, Tudu 0.5.1, Dar
2.3.9, Schily Tool Box 2009-05-21.

60 | Projekteküche

Das Zeichenprogramm Krita wird zehn Jahre alt. Der DVD-Ersteller
Mistelix dagegen hat erst vor Kurzem das Licht der Welt
erblickt.

Neben einem normalen Linux-Magazin und dem Abonnement ohne Datenträger gibt es die DELUG-Ausgabe mit Monats-DVD, bei der die Redaktion den Datenträger nach einem neuen Konzept zusammenstellt: Nach einer Art modularem System enthält er Programme und Tools, welche die jeweilige Linux-Magazin-Ausgabe getestet und besprochen hat. Dazu gibt es Videos – meist von Vorträgen – ganze Bücher oder Kapitel als PDF. Hinzu kommt die neueste Version nicht im Heft besprochener Software, die die Redaktion trotzdem als besonders empfehlenswert einschätzt – alles gebündelt unter einer neuen HTML-Oberfläche.

Am innovativsten ist wohl der Baustein des DVD-Konzepts, der mit Virtualisierung arbeitet: Soft-Appliances auf Basis von VMware. Alle Leser, die auf ihrem Linux-PC den VMware Player, VMware Workstation oder Server installiert haben, können diese Funktion nutzen. Den Player stellt der Hersteller unter [1] kostenfrei zum Download bereit.

Und so läuft\’s ab: Die lokal installierte Virtualisierungssoftware bootet das auf dem Datenträger befindliche Image. Anwenderseitig spielt die Art des Gastbetriebssystems keine Rolle. Auf diese Weise kann sich jeder schnell, ohne Installation und ohne Gefährdung des eigenen Betriebssystems einen unmittelbaren Eindruck von der Software verschaffen.

FreeBSD gefahrlos ausprobieren

Als Soft-Appliances startet diesmal die neueste Version 7.2 des bekannten Unix-Systems FreeBSD [2] in einer virtuellen Maschine. Als Linuxer mal zu sehen, wie die freie “Konkurrenz” arbeitet, erweitert den eigenen Horizont. Ob jemand dabei in Gefahr gerät zum Konvertiten zu werden? Wohl nur wenige.

Die Live-Distribution GRML [3], Codename: “Lackdose-Allergie”, richtet sich in erster Linie an versierte Linux-Anwender, die defekte Systeme reparieren möchten. Die Bandbreite der 2500 Software-Pakete reicht von forensischen Tools über security- und netzwerkbezogene Programme bis hin zu diversen Shells und Editoren. Die Live-Distribution startet der Anwender entweder direkt über diesen Datenträger oder brennt das enthaltene ISO-Image auf einen CD-Rohling und bootet im Anschluss daran.

Apropos Daten wiederherstellen: Der Artikel ab Seite 70 erwähnt mehrfach eine Live-CD zur Analyse unbekannter Rechner. Gemeint ist eine vom Forensik-Experten Hans-Peter Merkel modifizierte Debian-5.0-Distribution, die so ziemlich alle notwendigen Programme und Bibliotheken zur forensischen Analyse von Rechnern vereint. Die Live-Distribution starten Käufer der DELUG-Ausgabe entweder direkt über die DVD oder brennen wieder das vorliegende ISO-Image auf einen CD.

Unter der HTML-Oberfläche finden sich zudem alle Programme der “Tooltipps” im Heft, vier VoIP-Clients der “Bitparade” und Rubymine 1.1, die integrierte Entwicklungsumgebung, die der Artikel ab Seite 108 vorstellt. Im Internet [4] gibt es Rubymine lediglich als 30-Tage-Version ab Registrierung, exklusiv auf dieser Heft-DVD liegt eine 90-Tage gültiger Lizenzschlüssel.

Bewegte Zeit

Die Live-Streams dieser Ausgabe stammen von der Open Source Data Center Conference, die am 29. und 30. April in Nürnberg stattfand. Während Kristian Köhntopp in seinem Vortrag Einblicke in MySQL-Architekturen und -Performance in großen Unternehmen gibt, erläutert Volker Lendecke den Aufbau und Betrieb von geclusterten Samba-Fileservern. Tino Karcher kommt mit einem Beitrag zum Virtual Machine Management mit Open QRM zu Wort. Film ab!

Infos
[1] VMware-Player: [http://www.vmware.com/download/player/download.html]

[2] FreeBSD: [http://www.freebsd.org]

[3] GRML: [http://grml.org]

[4] Rubymine: [http://www.jetbrains.com/ruby/index.html]

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