Aus Linux-Magazin 05/2026

Uyuni Teil 3: Infrastructure-as-Code mit Salt

© Kanyarat Phuphaphan / 123rf.com

Nachdem wir Administrationsaufgaben beleuchtet haben, konfigurieren wir die verwalteten Systeme nun zentral. Dazu dient das in Uyuni enthaltene Infrastructure-as-Code-Werkzeug Salt.

Salt ist keine Eigenentwicklung von SUSE, aber integraler Bestandteil der Managementsoftware – das lässt sich auch am Namen ablesen: Uyuni steht für die größte Salzwüste Boliviens, eine versteckte Anspielung auf Salt. Das Projekt wurde 2011 erstmalig veröffentlicht und war bis zur Übernahme durch VMware im Jahr 2020 eine eigenständige Firma. Das Tool wurde zudem in einer Enterprise-Version (SaltStack Enterprise) angeboten. Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom 2023 scheint die Weiterentwicklung des Projekts zu stagnieren.

Salt vertritt die Gattung der Infrastructure-as-Code-Werkzeuge. Dahinter stecken Tools, die auch komplexe Infrastruktur-Setups in menschen- und maschinenlesbaren Code abbilden. Hierzu erstellter Code bildet dabei den Soll-Zustand ab (Listing 1), um die Umsetzung kümmert sich die Software. Dieses deklarative Vorgehen markiert einen großen Unterschied zu vorher eingesetzten Shell-Skripten, die konkrete Befehle imperativ umsetzen. Das Abfangen von Fehlern, beispielsweise durch bereits existierende Konfigurationsdateien, obliegt hier dem Skript selbst – auch simple Aufgaben können so durch zahlreiche if-Abfragen schnell unübersichtlich werden (Listing 2).

Listing 1

Apache2 mit Salt-Code installieren und konfigurieren

install_and_config_apache:
  pkg.installed:
    - name: apache2
  file.managed:
    - name: /etc/httpd/httpd.conf
    - source: salt://apache/httpd.conf

Listing 2

Shell-Skript zum Installieren und Konfigurieren von Apache2

#!/bin/sh
# Installiere Apache2 falls notwendig
if [[ "$(rpm -qi httpd)" == *"not installed"* ]]; then
   ...

[...]
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