Aus Linux-Magazin 04/2026

Erste Schritte mit LDAP: Die Datenbank befüllen

© Thai Noipho/ 123rf.com

In ersten Teil unserer kleinen Artikelserie zu OpenLDAP haben wir uns bereits in die Nomenklatur des LDAP-Universums eingearbeitet. Nun kümmern wir uns um das weite Feld der Attribute und füllen die Datenbank mit Leben.

Die international agierende Zahnradfabrik würde gern in einer LDAP-Datenbank die Login-Informationen ihrer Mitarbeiter verstauen. Solche Informationen merkt sich LDAP in einem Directory Information Tree (DIT). Für die Zahnradfabrik bietet es sich an, mit ihm wie in Abbildung 1 die Unternehmensstruktur abzubilden. Die Filialen in München und Hamburg tauchen dabei im DIT als Organizational Units (OU) auf. Diesen untergeordnet sind die dort fleißig arbeitenden Mitarbeiter. In München sitzen beispielsweise Frau Greiwes und Herr Fistelbück.

Abbildung 1: Informationen speichert LDAP in einer solchen Baumstruktur, dem Directory Information Tree.

Abbildung 1: Informationen speichert LDAP in einer solchen Baumstruktur, dem Directory Information Tree.

Die einzelnen Einträge (Entries) im DIT bezeichnet man auch als Objekte (Objects). Jedes Objekt hat einen eigenen Namen, und der Ausgangspunkt des DIT ganz oben darf mehrere haben. Für ihn wählt die Zahnradfabrik, wie meist üblich, die Bestandteile ihres Domainnamens. Hängt man an einen der Namen alle Vorgänger im Baum und trennt sie jeweils mit einem Komma, erhält man den Distinguished Name (DN). Für Frau Greiwes lautet er:

cn=Frau Greiwes,ou=munich,dc=zahnrad,dc=com

Der Distinguished Name (DN) ist immer eindeutig: Im Beispiel lässt sich direkt ablesen, dass Frau Greiwes aus München gemeint ist und nicht die ebenfalls für die Zahnradfabrik in Hamburg arbeitende Frau Greiwes (die selbstverständlich nicht verwandt und nicht verschwägert mit ihrer Kollegin aus München ist).

Attribute

Zusätzlich zum Namen dürfen Sie in jedem Objekt und somit jedem Eintrag weitere Informationen speichern. Die Zahnradfabrik packt...

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