Ceph per GUI verwalten? Klingt für den passionierten Kommandozeilenjockey nach “Klickibunti”, verspricht aber im Fall des Ceph-Dashboards durchaus Vorteile. Heute hat es einen festen Platz im Ceph-Universum.
Von Beginn an haben seine Entwickler Ceph [1] als verteiltes, hochautomatisiertes Storage-System entworfen. Dessen Kern RADOS [2] genügt allen Anforderungen eines Objektspeichers. Admins schätzen Ceph, weil RADOS stabil läuft, Hardware-Defekte zuverlässig ausbügelt werden und in Form von CephFS [3], dem Ceph Object Gateway [4] und dem RADOS Block Device [5] gleich drei vielseitige Schnittstellen des Objektspeichers zur Nutzerseite hin existieren.
Dieser Berg an Technik zieht jedoch zwangsläufig Komplexität nach sich. Ein RADOS-Cluster besteht aus einer Vielzahl von Komponenten und Diensten, die ausschließlich richtig konfiguriert passend zusammenspielen. Hinzu kommen Ereignisse, die Struktur und Topologie des Clusters auch kurzfristig durcheinanderwirbeln können. Object Storage Daemons (OSDs) [6] beispielsweise können ausfallen, weil das ihnen zugrunde liegende Laufwerk defekt ist. Placement Groups [7] verändern deshalb ihren Zustand, in der Folge laufen Rebalancing-Vorgänge im Hintergrund und Clients erzeugen Last mannigfaltiger Art.
All das lässt sich vollständig über die Kommandozeile beobachten und steuern – allerdings um den Preis, dass sich der Administrator relevante Informationen aktiv aus mehreren Befehlen zusammensuchen muss. Und das wiederum verlangt, dass er im Umgang mit RADOS schon Erfahrung gesammelt hat.
Klickibunti in gut
Genau dort setzt das Ceph-Dashboard [8] an. Es dient nicht dazu, die Kommandozeile zu ersetzen oder Ceph in eine Klicklösung zu verwandeln, wie mancher Admin es von klassischen NAS- oder SAN-Geräten und deren Werkzeugen...
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