Cloud-Speicher und Online-Kollaboration sind in Unternehmen längst Alltag. Dort wächst langsam das Bewusstsein, dass Daten nicht bei beliebigen Anbietern liegen sollten. Freie Cloud-Lösungen wie Nextcloud holen die Kontrolle in die Firma zurück.
Der CLOUD Act zwingt US-Provider zur Herausgabe gespeicherter Daten, Handelsstreitigkeiten führen zu einer wachsenden Skepsis gegenüber den Angeboten der Hyperscaler. Datenhoheit, Unabhängigkeit und Compliance-Anforderungen wie die DSGVO sind für Unternehmen weitere Gründe, nach Alternativen zu proprietären Cloud-Diensten zu suchen. Hier kommen Open-Source-Cloud-Lösungen wie Nextcloud, ownCloud und OpenCloud wie gelegen. Sie eigenen sich schon lange nicht mehr nur für den privaten Gebrauch, ihr Einsatz lohnt auch im Enterprise-Kontext. Wir s uns die Stärken und Schwächen der einzelnen Plattformen an, und unterstützen Sie bei der Auswahl der Angebote.
Nextcloud für Unternehmen
Nextcloud Hub entstand 2016 als Fork von ownCloud und ist inzwischen eine eigenständige, ausgereifte Kollaborationsplattform [1]. Der Kern besteht aus dem in Abbildung 1 gezeigten Nextcloud Files, das unter anderem eine Datei-Synchronisation und ein Datei-Sharing ermöglicht. Dieses Angebot ergänzen Hunderte Apps aus dem App-Store. Besonders populär sind Nextcloud Talk für Video- und Audiokonferenzen sowie Nextcloud Mail und Groupware, die eine Kalender- und Kontaktverwaltung nachrüsten. Nextcloud Office integriert wahlweise über Collabora oder OnlyOffice ein Büropaket, während der Nextcloud Assistant einen lokal betriebenen KI-Assistenten zur Text- und Audioverarbeitung bereitstellt.
Für den Unternehmenseinsatz bündelt Nextcloud seine Leistungen unter der...
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