Die Bourne Again Shell (Bash) des GNU-Projekts ist in ihrer vierten Major-Version erschienen. Der Versionssprung beschert den Anwendern zahlreiche Neuerungen.
Die Bash kennt nun beispielsweise assoziative Arrays. Die neu eingeführte Wildcard “**” erfasst rekursiv alle Verzeichnisse und Dateien. Dazu ist allerdings die Bash-Option “globstar” zu aktivieren. Mit der neuen Ausgabeumleitung “&>>” hängt der Anwender Standard-Out und -Error an eine Datei an.
Daneben gibt es neue Features für die programmierbare Befehlszeilenvervollständigung. Die Entwickler haben zudem einige Bugs aus dem Bash-Zweig 3 behoben und die Shell in einigen weiteren Punkten an die Posix-Spezifikation angepasst. Eine umfangreiche Liste aller Änderungen und Neuerungen gibt es in der News-Datei des Quellcodes. Ausführliche Beschreibungen liefert die Bash-Manpage.
Das Dokument “COMPAT” erläutert, welche Kompatibilitätsprobleme mit früheren Versionen, insbesondere 1.14 und 2.0 zu umschiffen sind. Kompatibilität in einzelnen Punkten lässt sich zudem durch Shell-Optionen aktivieren.
Bash 4.0 ist unter GPLv3 lizenziert und steht auf den Spiegelservern des GNU-Projekts als Quelltext-Tarball zum Download bereit. Gleichzeitig mit Bash erschien die neue Version 6.0 der benötigten Bibliothek Readline.



