Ungeachtet des hervorragenden Supports und des opulenten Ökosystems gibt es Kritikpunkte am Raspberry Pi. Mit dem Orange Pi steht längst eine attraktive Alternative parat.
Shenzhen Xunlong war nicht der erste Konkurrent, der nach dem Erfolg des Raspberry Pi auf den Markt drängte. Diese Ehre gebührt Texas Instruments mit dem BeagleBoard [1]. Doch immerhin gilt, dass kaum ein Unternehmen mit dem von den Chinesen an den Tag gelegten Elan mithalten kann. Seit dem Erscheinen der ersten Orange-Pi-Prozessrechner führten die Entwickler immer wieder Funktionen ein, die man im Consumer-SBC-Bereich nicht fand. Oft hat die Raspberry Pi Foundation diese Features später übernommen.
Wir machen uns auf zu einer Highlight-Tour, stellen besonders interessante Aspekte des Orange-Pi-Ökosystems vor und liefern Informationen darüber, welche Möglichkeiten und Probleme es beim Deployment von Orange Pi und Co. zu beachten gilt.
Vielfalt der Formfaktoren
Shenzhen Xunlong ist, wie man einem Interview [2] aus dem Jahr 2017 entnehmen kann, als halbstaatliches Unternehmen zum Erzielen von Gewinnen verpflichtet. Daraus folgt, dass der Hersteller von Anfang an bestrebt war, an Integration interessierten Entwicklern Einplatinenrechner in verschiedenen Formfaktoren zur Verfügung zu stellen.
Abbildung 1 zeigt einige Prozessrechner, die der Autor in seinem Labor angesammelt hat. Für das Raspberry Pi Compute Module existieren ebenfalls Analogangebote, die auf Abbildung 1 allerdings fehlen. Der einzige Marktsektor, in dem Shenzhen Xunlong nicht mitspielt, sind Mikrocontroller à la RP2050/2350.
Einige Produkte orientieren sich an von der Raspberry Pi Foundation vorgegebenen Formfaktoren, während andere einen eigenständigen Weg gehen. Die ...
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