Aus Linux-Magazin 11/2025

Tipps für die Auswahl von RP2xxx-Boards

© Nattasak Buranasri / 123RF.com

Die Pi-Pico-Baureihe erfreut sich wegen der günstigen Preise bei Bastlern enormer Beliebtheit. Welcher Rechenzwerg sich für wen eignet, klärt unsere Übersicht.

Die große Auswahl an Mini-Boards freut den Maker, denn damit kann er auf eine breite Palette verschiedener Breakouts zurückgreifen. An erster Stelle der Auswahlkriterien steht der Prozessor. Der RP2040 ist zwar etwas in die Jahre gekommen, dafür aber günstiger als sein Nachfolger RP2350. Für viele Anforderungen genügen sowohl die Geschwindigkeit als auch der Speicher des RP2040 völlig.

Mit dem Prozessor geht die Hauptspeicherausstattung einher. Beim RP2040 sind es einheitlich 256 KByte, beim RP2350 mindestens 520 KByte. Die neuere MCU erlaubt, das eingebaute RAM durch ein externes pseudostatisches RAM (PSRAM) zu ergänzen. Es arbeitet zwar langsamer als der Hauptspeicher, aber immer noch viel schneller als Flash. Deshalb finden sich auch RP2350-Boards mit zusätzlichen 8 MByte Hauptspeicher.

Vor allem beim Verarbeiten großer Datenmengen, wie sie im Zusammenhang mit großen Displays anfallen, erweist sich das als nützlich. Der andere Teil des Speichers, Flash genannt, dient zum Speichern von Programmen und sonstigen Daten, insbesondere Medien. Gerade Audio- und Videodateien brauchen die 2 MByte schnell auf, doch selbst die maximal möglichen 16 MByte erlauben keine großen Sprünge.

Die Größe der Platine gehört ebenfalls zu den Auswahlkriterien. Nicht bei allen Projekten reicht der Platz für die 52 x 21 Millimeter aus, die ein Pico misst. Kleinere Platinen führen allerdings weniger Pins heraus. Das gilt es bei der Auswahl zu berücksichtigen. Selbst auf den ersten Blick gleich große, angeblich kompatible Varianten fallen nicht unbedingt identisch aus. Ein Millimeter hin oder her führt bei manchen Gehäusen sch...

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