Bespin: Mozillas Editor für gemeinsame Arbeit am Web

Von Mozilla, den Machern des Firefox-Browsers, kommt ein neues Entwicklungswerkzeug namens Bespin. Das Projekt soll Entwicklern nicht nur das Programmieren von Webanwendungen erleichtern, sondern gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Kollegen weltweit vereinfachen.

Mozilla verspricht mit dem Code-Editor Bespin, dass Web-Entwickler auch große Dateien schnell und einfach bearbeiten können, auch wenn die Beteiligten über den Globus verteilt daran arbeiten. Im Oktober 2008 hatte Mozilla die neue Arbeitsgruppe gestartet, die beiden Hauptakteure und Ajax-Spezialisten Ben Galbraith und Dion Almaer wurden fest angestellt. In einem Video auf der Projektseite zeigen die beiden nun das aktuelle Ergebenis ihrer Entwicklungsarbeit. „Wir veröffentlichen einen frühen, experimentellen Prototyp, um das Konzept von Bespin mit seinen Möglichkeiten vorzustellen“, so Galbraith. Besonders wichtig für Mozilla: Bespin soll einfach in der Anwendung sein. „Das Arbeiten mit dem Editor soll nicht einschüchtern und einen schnellen, direkten Zugang zum Code ermöglichen“, so die Beschreibung auf der Webseite.

Die Alpha-Version bietet bereits grundlegende Editiermöglichkeiten. Beispiele hierfür sind das Hervorheben der Syntax (highlighting), Undo/Redo, eine Vorschau der Dateien im Browser oder der Import oder Export von Dateien. In Echtzeit sollen Entwickler mit Kollegen arbeiten und Code austauschen können. Auch an die Liebhaber der Kommandozeile denken die Entwickler: Geplant ist ein integrierter Kommandozeilen-Editor vergleichbar zu vi oder Emacs. Ausdrücklich erwünscht ist, dass die Anwender das System an eigene Bedürfnisse anpassen. Über die Plug-in-Programmerschnittstelle (API) und Ubiquity-ähnliche Kommandos sollen die Nutzer das System erweitern und ausbauen. „Der gesamt Quellcode aus dem Bespin-Experiment ist als Open Source Software unter der MPL (Mozilla Public License) veröffentlicht“, betont Galbraith im Video.

Die Entwickler wollen Bespin 0.1 ausdrücklich als Prototyp verstanden wissen. Eine Demoversion, das Video, der Quellcode und weitere Infos stehen auf der Projektseite Bespin – Code in the Cloud zur Verfügung. Mozilla bittet die Community um ausgiebiges Testen und Feedback an die Mozilla Labs.

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